Warum das nicht "zieht"
Da ich echt nur ca. 10 Minuten überstanden habe, kann es zudem gut
sein,
dass er noch intelligente Sachen bringt. Falls da was Bemerkenswertes
dabei
sein sollte, in einen der Vids, bittegerne hier posten. Ich will mich ja
an
gegensätzlichen Standpunkten "reiben" - nur so geht Debatte.
Debatte geht nur, wenn man sich auf eine Person einlässt. In Zeiten von
Twitter-Denken leider unmöglich.
Du unterstellst mir "Twitter-Denken". Ich bin aber seriöslich an tiefschürfenden Analysen interessiert. Siehe 2h43m-Debatten mit:
Willy Wimmer, CDU-Urgestein, ehemaliger Vize-Präsident der OSZE/KSZE und Autor des Buches "Wiederkehr der Hasardeure"
Mathias Bröckers, TAZ-Mitbegründer und Autor des Buches "Wir sind die Guten";
Dirk Pohlmann, Dokumentarfilmer für ARTE und ZDF
Dr. Daniele Ganser; Historiker und Friedensforscher aus der Schweiz, sein bekanntestes Buch: "NATO-Geheimarmeen in Europa - Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung".
Das sind halt keine Schwurbelsörens, wo schon in den ersten 10 Minuten ganz klar argumentative Dampfplauderei sichtbar wird. Ich beschrieb das als "künstlich geschaffene Widersprüche zum gegnerischen Lager, die zur Selbstbeheihräucherung als "kritischer Denker" benutzt werden".
Ich hab lang genug Schwafelwissenschaften gehabt, um auf solche Tricks nicht reinzufallen.
Aber der Typ argumentiert so stark nach dem Schema "Obvious
Schwurbelsören", dass bereits nach 10 Minuten alle Klischees abgehakt
werden können. Das muss besser gehen.
Das denkt man nach 10 Minuten.
Deswegen auch meine Bitte: Falls da was von dem Herren kommt, was Substanz hat (kein künstlich geschaffener Argumentationsspaltpilz) würde ich es gerne hören. Aber auf gut Glück hör ich mir nicht stundenlang Schwurbelsören beim Selbstbeweihräuchern an.
Aber wie gesagt: Bitte selbst eine Meinung bilden. Vielleicht tue ich
ihm
Unrecht und er sagt noch schlauere Sachen als seine
selbstbeweihräuchernde
TTIP-Analyse, basierend auf künstlich geschaffenen Streitpunkten durch
deren Erläuterung seine "analytischen Fähigkeiten" zum Vorschein
kommen
sollen.
Wie gesagt, ich stimme auch nicht in allen Punkten überein. Wobei er doch
ganz recht hat, TTIP dient hauptsächlich der Verlängerung des
debitistischen Kreislaufes.
Damit erschlägst Du TTIP-Kritik mit einer Begrifflichkeit: "Verlängerung des debitistischen Kreislaufes". Wir können gerne ausführlich über das Thema auf angemessenen Abstraktionsebenen debattieren oder auch darüber, warum TTIP mit den USA abgeschlossen werden muss, nicht aber ein Äquivalent mit Russland, wo man auch so den Staat finanziert bekommt, bei einem Spitzensteuersatz von 13 Prozent und gleichzeitiger Entschuldung...
Würde den Beitrag hier aber vielleicht sprengen. Aber grundsätzlich stünde ich für so eine Debatte zur Verfügung. Da bin ich auch noch stark auf der Suche nach Antworten, die mit Buzzwording eben nicht abgedeckt sind.
Gruß, Bernadette