Unterscheide Nominal- vs. Realzins .. (edit.)
Warum soll es mit positivem Zins "ein für allemal" vorbei sein?
Ich habe Dir doch eine sehr klare Antwort auf diese Frage gegeben:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=353139
Ich rede (wenn nicht extra erwähnt) vom REALZINS bzw. setzte die Infla.rate von 0% voraus.
Also: Sollte es wieder positiven realen Guthabenzins geben (abgesehen von gelegentlichen Schwankungen), wird dieses System sehr zügig auf die eine oder andere Weise zusammenbrechen, wie ich es beschrieben habe .. und zwar wegen zu hoher Sparquote und aus anderen Gründen (Einkommensverteilung u.a.). Und, die übrig gebliebenen Menschen werden es nicht erlauben, dass es wieder in alter Form errichtet wird.
Etwas anderes ist natürlich der reale Kreditzins. Der muss positiv bleiben, sogar "nominal positiv", da gewerbliche Geldverleiher Erträge benötigen, um ihre Kosten und den Unternehmerlohn zu decken.
Der Durchschnitt aus nominalen Guthaben- und Kreditzins'sätzen würde in einer normal funktionierenden, gesunden VoWi die Inflationsrate betragen bzw. um die Infla.rate pendeln. Wenn also die Infla.rate gegen Null geht, muss der Guthabenzins darunter; der Kreditzins bleibt immer oberhalb. Ein solcher Zinsspread kann als "gleichgewichtig" bezeichnet werden (da symmetrisch). Anders kann die VoWi nicht nachhaltig funktionieren.
Nachfrage-induzierte Inflation (sog. Lohn-Preis-Spirale) ist übrigens ein Wachstumsmotor. Es ist das Gaspedal am Motor der VoWi. Und was ist das Bremspedal?
Ergo: Bei hoher Inflarate wird es auch wieder positiven nominalen Guthabenzins geben, der jedoch real negativ sein wird .. u.z. umso negativer, je höher die Infla.rate ist. Beim Guthaben-/Sparerzins gibt es keinen "vollen Inflationsausgleich" .. weil nicht durchsetzbar.
Mit Gruß, Beo2