Auch innerdeutsche Postgrenzverkehrskontrolle in der BRD

Ad_rem, Herne, Donnerstag, 30.04.2015, 20:21 (vor 3911 Tagen) @ azur5338 Views

"Ihre Arbeitsbereiche waren jedoch streng von der übrigen Post
abgeschlossen. Bis Anfang der 1970er Jahre wurden alle Briefe manuell
geöffnet und geschlossen. Ab 1975 kam der vom „Operativ-technischen
Sektor“ (OTS) des MfS mitentwickelte Öffnungsautomat 10/10 zum Einsatz,
1981 wurden auch Schließautomaten eingeführt, wodurch die Zahl der
verarbeiteten Briefe von 400 auf 1.000 pro Schicht gesteigert werden
konnte. Auch sämtliche Telegramme, die in den Postämtern der großen
Städte ankamen, wurden parallel der Stasi übermittelt."

"In einem umfangreichen Handschriftenspeicher sammelte das MfS
Schriftproben von DDR-Bürgern als Vergleichsmaterial für Fahndungen
(zusammen mit ihrem Namen und der Personenkennzahl). Die steigende
Wichtigkeit der Postkontrolle für das MfS spiegelt sich auch in der
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen wider: Von einigen Dutzend Mitarbeitern
1950 stieg die Zahl auf knapp 2.200 im Jahr 1989, davon allein 133 in
Leipzig."
http://www.runde-ecke-leipzig.de/sammlung/Zusatz.php?w=w00054

Auch die BRD lies sich in solchen Maßnahmen nicht Lumpen und überwachte den innerdeutschen Grenzpostverkehr. Und trotz grundgesetzlichem Verbot ging es bis mindestens 1972 so und in der Zeit von 1955-1972 wurden insgesamt 110 Millionen Postsendungen aus der DDR aus dem Verkehr gezogen und vernichtet.

Mehr dazu gibt es in Foschepoths "Überwachtes Deutschland"


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