Pilot als Täter?
Ansonsten könnte ich, wenn ich sein Verteidiger wäre, auch folgende These aufstellen:
- der Pilot setzt beim Verlassen der Kabine ein Betäubungsgas frei, nachdem er den Sinkflug programmiert hat
- draußen versucht er dann nach dem "Toilettengang" vergeblich (bewußte Falscheingabe des Codes) die Kanzeltür zu öffnen.
- der Pilot ist der Selbstmörder oder "Auserwählte auf dem Weg zu den 72 Jungfrauen", weiß von den psychischen Problemen seines Co-Piloten
und möchte für die Nachwelt nicht als Massenmörder dastehen
So, Herr Staatsanwalt, wie weniger wahrscheinlich ist denn diese Version?
Völlig richtig. Dem Vernehmen nach haben sich Pilot und Co-Pilot erst locker unterhalten. Später wurde der Co-Pilot zunehmend einsilbig. Möglicherweise war das bereits die Auswirkung einer Betäubung. Nachdem der Pilot das Cockpit verlassen hatte war vom Co-Piloten kein Wort sondern nur nur gleichmäßiges Atmen zu hören. Hat er geschlafen?
Ein Motiv für eine Verschleierung des Piloten könnten finanzielle Gründe sein. Er hat Frau und zwei Kinder, sein Vermögen würde für Schadenersatzansprüche der Opfer verwertet. Eine Lebensversicherung würde nicht an einen Selbstmörder bzw. dessen Familie ausgezahlt usw.
Diese Variante ist unwahrscheinlich, aber die Schuld des Co-Piloten ist in meinen Augen bisher nicht bewiesen, allenfalls vielleicht wahrscheinlicher.