Ein Flugzeugabsturz ist kein Supergau...

Didi, Freitag, 27.03.2015, 21:50 (vor 3945 Tagen) @ CrisisMaven5318 Views

Hallo CrisisMaven,

Oder ist die vollgetankte Maschine nur "ausgelaufen"?


Es gibt bei Unfallgeschehen keine Zwangslaeufigkeiten.

Die einzige Zwangslaeufigkeit, solange Flugzeuge noch nicht
die sog. "Fluchtgeschwindigkeit" erreichen, mit der sie aus der
Erdschwerkraft in den Weltraum entweichen koennten, ist, dass sie
"irgwendwo" auf der Erde, im Zweifel auch auf dem Wasser, aufschlagen, so
sie nicht planmaessig sanft landen.

Mehr Zwangslaeufigkeiten gibt es nicht!

Der größte Feind der Luftfahrt ist die Erde (oder das Oberflächenwasser der Erde).

Ob dann

- noch Treibstoff in einer Maschine ist

- wieviel Treibstoff

- ob der sich entzuendet

usw. usw. usw.,

all das ist nicht zwangslaeufig gleich.

Aber die Entflammbarkeit von bekannten Parametern abhängig.

Bei einer Notlandung, etwa, wenn sich ein Bugrad nicht ausfahren laesst,
auf einer Betonpiste, wird ein Schaumteppich gelegt (sofern die
Flughafenfeuerwehr dazu genuegend Zeit hat). Das hat den Grund, dass beim
Kratzen von Metall auf Beton immer Funken spruehen und diese dann
Kerosindaempfe entzuenden koennen.

Beim senkrechten Aufprall auf einen "Schleifkörper" können aber keine Späne des Flugzeugmaterials abgetragen werden und infolge dessen auch keine Funken entstehen.

Hier ist aber nicht "sichergestellt", dass Kerosin ueberhaupt auslaeuft,
das sich ja in den Fluegeltanks befindet. Die koennten ja unbeschaedigt
bleiben (was mancher VT Abbruch taete; wir wollen schliesslich
Brrrrrrrennnnnenn saeaeaehen ...

Die Flügel sind die Tanks und hier ist nur entscheidend, ob ein zündfähiges Gemisch entsteht oder nicht. Beim Beispiel mit dem Schleifen auf der Asphaltlandebahn mag das noch zutreffen, beim senkrechten Aufprall auf eine Felswand aber nicht.

Wenn dagegen ein Flugzeug auf einen Berghang aufschlaegt, und evtl. vorher
noch Baeume oder Masten oder Skilifte oder einen Bergkamm streift (oder
eben nicht!!!!!!!

Das macht bei der Geschwindigkeit keinen Unterschied...

- Man koennte ja mal den
Untersuchungsbericht abwarten aus diesem nicht ganz unproblematischen
Gebiet ...), dann kann niemand sagen, wann und wo (und ob) die Fluegeltanks
abrissen, wo sie aufschlugen und ob das Kerosin, bei evtl. Temperaturen
unter Null Grad und bei feuchtem Boden (Schnee!) sich ueberhaupt entzuenden
musste oder ganz einfach verdunstete.

Den Untersuchungsbericht braucht man nicht abzuwarten. Die Wahrscheinlichkeit beträgt ziemlich genau 0,01%, dass sich das Kerosin bei einem direkten und senkrechten Aufprall mit 700 km/h auf die Südflanke der Alpen bei den momentanen Wetterbedingungen von selbst entzündet.

Aber das Gelbe Forum hat ja nun die Rolle der MSM uebernommen in dieser
Hinsicht der Vorab-Berichterstattung aus erdachten Quellen ...

Ja, das waren auch meine ersten Gedanke, als ich Deine statistischen Tricks zum Fukushima-Unglück las...

MfG
Didi


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