Welcher Mangel darf es sein?
"Klug" sein heisst, mehrdimensional denken zu koennen.
Genau das Gegenteil eines Eugenikers ...
Ich hatte mal eine Diskussion mit jemandem, der am liebsten alles ausrotten würde, was nicht "normgerecht" ist.
Ich entgegnete, dass doch gerade in liberalen Gesellschaften aussterben darf, wer möchte. Als kleinen Test führte ich mittels einer an sich eugenischen Argumentation den (möglicherweise unzutreffenden! Also nicht falsch verstehen!) Fall der Vererbbarkeit von Homosexualität an.
So sind beispielsweise homosexuelle Menschen heute kaum mehr zu Scheinehen und oft Kindern gezwungen, was doch langfristig im seinem Sinne zu einem verringerten Auftreten dieser führen würde.
Da war nichts zu machen. Keine argumentative Auseinandersetzung möglich. "Trotzdem direkt einsperren" und noch Schlimmeres.
Mir wurde klar, abgesehen von der meist fehlerhaften wissenschaftlichen Basis der Eugenik und den unabsehbaren Folgen, dass diese nicht mehr als ein Machtmittel und oftmals lediglich eine Möglichkeit zur Auslebung puren Sadismus ist.
Alles, was man per Hardware "zementiert", ist Software ja gerade
unterlegen.
Das Problem ist: das Hirn kann m.E. nicht "beliebig" gross werden. Schon
jetzt nutzen wir dessen Schaltfaehigkeit nur zu einem kleinen Teil aus.
Programmierbare Schaltkreise nehmen mehr Platz weg, als eine spezifische Aufgabe hardwaremäßig umgesetzt. Und diese ist meist schneller.
Deshalb ist das Hirn des Menschen wohl auch so groß.
Der Preis der Flexibilität war, Zeit seines Lebens einen energetischen Mehraufwand und eine schwere Geburt zu haben, die in vergangenen Zeiten oft genug tödlich endete. Dazu kommt die lange Kindheit mit großem sozialen Aufwand.
Diese Programmierbarkeit sollte aber auch entsprechend genutzt werden.
Wenn Bekannte ihr einjähriges Kind vor dem Fernseher abstellen, habe ich so meine Zweifel ob da was sinnvolles raus kommt. Es sei denn, eine solche Konditionierung war das Ziel der Eltern, was eher selten der Fall ist.
An sich muss ja nur selbst sein wie man will dass das Kind werden soll. Der Rest kommt von allein. Mein Smartphone zieht größtes Interesse auf sich.
Wöllte ich nicht, dass mein Kind später eins benutzt, wäre es deutlich einfacher selbst keines zu benutzen.
Interessant (und OT) ist, auf Spielplätzen die stolzen Eltern von 8-monatigen Läufern mitleidig auf die doppelt so alten Krabbler herab blicken zu sehen.
Dass frühe motorische Entwicklung nicht (oder sogar negativ) mit der Intelligenz korreliert, ist da nicht so bekannt.
Dafür aber Verblüffung, wenn ein einjähriges Kind einen (einzigen) korrekten S-P-O Satz formuliert. Um dann wieder für ein halbes Jahr in Baby-Gebrabbel zu verfallen (aber alle Anweisungen zu verstehen)
Da ist der Mensch doch ein großes Rätsel und es ist einfach interessant zu beobachten.
Daran zu drehen ist, als schüttete man ohne Wissen über den Verbrennungsmotor alle möglichen brennbaren Substanzen in ein Auto und sieht, ob es davon schneller wird.
Ja, dafuer wird er jetzt ausgerottet. Die naechste Stufe waren "wir".
Vielleicht kommt der Affe halt in geänderter Version für Spezialaufgaben wieder?