Hurra?
Andererseits die Angst mit dem eigenen Erbmaterial als
unzulänglich angesehen zu werden und aus der Evolution ausscheiden zu
müssen.
Das ist wohl einer der Hauptgründe für das mulmige Gefühl, wenn man darüber nachdenkt. Es gab da mal eine Zeit, da sollten auch bestimmte Menschen mit "bösem" Erbmaterial aus der Population ausgeschieden werden. Von wegen angeborene Unmoral und so. Da das aber früher oder später weitergegangen wäre ( z.B. indem man 2/3 der Neugeborenen "beseitigt" hätte), begibt sich heute kaum noch jemand auf dieses heiße Pflaster.
Kaum jemand hätte wohl ein Problem damit, die eine oder andere
Unzulänglichkeit beseitigen zu lassen. Der ständige ökonomische Druck in
unserer Gesellschaft hilft da auch noch bei den unverbesserlichen noch ein > wenig nach.
Diese Technologie könnte eine neue, schmerzlose Form der Eugenik
hervorbringen. Zucht nicht durch Selektion sondern durch Tuning. In Zukunft > kann also jeder Herrenmensch sein! Schlecht? Bizarr? Abartig?
Selektion bleibt Selektion bleibt Selektion. Meiner Ansicht nach kommt man aus der Evolutionsnummer nicht raus, auch nicht in Gesellschaften. Der Mensch passt sich seiner Umwelt wie jedes andere Lebewesen an, egal ob unbewusst oder geplant. Also auch seinen Gesellschaften. Da hat die Zivilisation eben andere Selektionsfaktoren. Viele Sachen werden momentan für die Vermehrung weniger wichtig (Sehkraft, Immunsystem, möglicherweise Intelligenz etc.), weil sie keinen Einfluss mehr haben, oder evtl. sogar negativ auf die Geburtenrate wirken, während andere wichtiger werden. Dazu gehört meiner Ansicht nach eine Neigung zur Religiosität/Ideologien. Verhütung verboten, immer gleich abgestillt, und schon gibt es 8 Kinder je Elternpaar. So haben wohl die Ackerbauern die steinzeitlichen Jäger- und Sammlerkulturen ausbeschleunigt. Wobei das bisher auch lediglich memetisch bedingt sein kann.
Mit dem Suchtverhalten stimme ich nicht überein. Menschen die einen ausgeprägten Drang zur Befriedigung bestimmter (künstlich erzeugter) Bedürfnisse haben, lassen sich darüber besser kontrollieren. Sie sind also für das Leben in zukünftigen Gesellschaften bestens geeignet
Es wird immer weiter gehen, weil immer mehr
natürliche Eigenschaften morbidisiert werden. Suchtneigung, Skizzophrenie, > Fettleibigkeit, IQ unter 100/120/130?
Sicher. Bis hin zum "Hirn mit Beinen" für geistige Aufgaben und den "Beinen ohne Hirn" für Sport. Außerdem kann man vielleicht endlich diese "Renitenz" wegmachen. Immer diese Nörgler. Weiterhin würde wahrscheinlich auch die ein- oder andere nützliche Eigenschaft weggezüchtet, wodurch im Falle eines "plötzlichen Komplexitätverlustes" die sofortige Lebensunfähigkeit der gesamten Population einträte. Bei Ungehorsam gälte individuell das selbe.
Bei gentechnisch veränderten Lebewesen macht man das schon heute: "Kill Switch" prevents spread of genetically modified bacteria. "They unveiled two different approaches to modifying a strain of E. coli to make it dependent on artificial nutrients.".
Und:
"Church noted that the viral resistance could be an incentive to “sweeten the offer†and encourage companies to use “safe†GMOs."
Oder halt "safe humans"
.
Endlich ist der sozialistische Ameisenstaat in Reichweite.