Mare Nostrum

Heinz, Dienstag, 24.03.2015, 09:29 (vor 3948 Tagen) @ Jermak4455 Views

oder die Seemacht. Wer immer auf dem Seeweg Handel treiben möchte, ist auf den "good will" der Amis angewiesen. Das atlantische Becken ist mehr oder weniger so fest in der Hand der Amerikaner, wie das Mittelmeer in der Hand der Römer zur Zeit ihrer Hochblüte. Sollten die Amis zu meinen Lebzeiten mal das aus der Hand geben, dann "lease" ich mir 2 Schnellboote und gehe auf Containerschiff und Tankerjagd. Weder Russland noch China sind in der Lage, die Seewege zu schützen. Über 90% des Welthandels werden auf dem Seeweg gehandelt (inkl. Flussschifffahrt). Handel auf dem Landweg käme ungleich teurer und es gäbe auch noch das Problem mit den Transitländern, wie das Beispiel Ukraine oder auch Polen nur zu deutlich zeigen. Jede strategische Allianz, die sich gegen Amerika richtet, müsste diese erst auf dem Meer herausfordern. Wer die Meere beherrscht sitzt sozusagen auf einer inneren Linie. Kann bestimmen, wann und wo er angreift. Das ist sowohl Napoleon, als auch Hitler zum Verhängnis geworden. Insofern hat Willi 2. ganz richtig gedacht, auch wenn seine Ideen Deutschland in eine direkte Konfrontation mit England brachten.
Die Amis brauchen gar keine Druckmittel. Die Macht des Faktischen reicht vollkommen aus. Es geht nicht um Recht, Ethik oder Moral, sondern ausschließlich um die Machtverhältnisse. Oder, glaubt irgendjemand hier, die Amis könnten ihre Embargopolitik, gegen diesen oder jenen, so einfach durchsetzen, wenn dem nicht so wäre?

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Tyger Tyger, burning bright,
In the forests of the night;
What immortal hand or eye,
Dare frame thy fearful symmetry?


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