Die Geschichte der Geldentstehung in Mitteleuropa halte ich durchaus nicht für geklärt
Und noch mal 5 Cent obendrauf:
Dadurch, dass der Machthalter (des Machterhalts wegen) gezwungen war,
nicht mehr nur Waren, sondern Geld als Abgabe festzusetzten (Anfangs mit
festen Paritäten zu Gerste etc. / siehe Tarife), waren die
Abgabepflichtigen folglich dazu gezwungen alle (ver)handelbaren Güter in
Geld zu bewerten. Der Geldwert von Gütern entstand nicht dadurch, dass man
Geld bereits besaß, sondern eben dadurch, dass man es nicht besaß, man
aber gezwungen war, es dem Machthalter als Abgabe zum vorgegebenen Termin
zu liefern. Es galt also Paritäten zwischen allen erdenklichen Gütern /
Diensten und dem Geldlichen, dass fortan als Abgabe bestimmt wurde, zu
finden.
unsd da ist Geld eben NICHT als Abgabe an den Machthalter entstanden. sondern hängt sehr eng zusammen mit der Geschichte der FREIEN Reichsstädte in Deutschland und Nord- bis Mittelitalien. Wo das Bankwesen und Banknotenentwickelt wurden.
Und deren FREIHEIT bestand eben darin, dass sie keine Abgaben an den Landesherrn abführen mussten, eine - im übrigen extrem wirksame - Maßnahme zur Wirtschaftsförderung, welche unsere gegenwärtig herrschenden Demokraten vergessen haben.
Die Machthaber mussten, wenn sie Geld benötigten, um ihre Soldatesca zu bezahlen,sich dieses von den freien Reichsstädten oder einzelnen Bürgern (Fugger, Welser) leihen!
Geld wurde zwar in Mitteleuropa nicht erfunden, aber unabhängig wiedererfunden. Wie das Porzellan.
Und das ohne die Machthaber, die liefen der Entwicklung nur hinterher.
Und die Geschichte der Geldentstehung in Mitteleuropa halte ich für durchaus noch nicht für abschließend geklärt.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc