5 Cent oben drauf

Ashitaka, Montag, 23.03.2015, 23:50 (vor 3949 Tagen) @ Ashitaka2285 Views
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 24.03.2015, 00:07

Und noch mal 5 Cent obendrauf:

Dadurch, dass der Machthalter (des Machterhalts wegen) gezwungen war, nicht mehr nur Waren, sondern Geld als Abgabe festzusetzten (Anfangs mit festen Paritäten zu Gerste etc. / siehe Tarife), waren die Abgabepflichtigen folglich dazu gezwungen alle (ver)handelbaren Güter in Geld zu bewerten. Der Geldwert von Gütern entstand nicht dadurch, dass man Geld bereits besaß, sondern eben dadurch, dass man es nicht besaß, man aber gezwungen war, es dem Machthalter als Abgabe zum vorgegebenen Termin zu liefern. Es galt also Paritäten zwischen allen erdenklichen Gütern / Diensten und dem Geldlichen, dass fortan als Abgabe bestimmt wurde, zu finden.

Erst dadurch, dass der Machthalter die Schulden gegenüber seinem Staatsapparat (Söldnern, Bediensteten) mit Geld bezahlt, wird der Machtkreislauf geschlossen:

Die Zahlungsempfänger des Machthalters sind fortan in der Lage, im Herrschaftsgebiet des Machthalters ihre Schulden (Nahrung, Kleidung, Grund, Spielekonsolen etc.) mittels Geld zu bezahlen (Zahlungsfunktion des Geldes). Denn jeder braucht das Geld. Das Geld nutzt niemandem, wenn es nicht als Abgabe festgesetzt ist. Handel entsteht. Die Akzeptanz des Geldes als Zahlungsmittel wird dadurch gewährleistet, dass jeder Leistende seine Abgabenschulden in Geld erfüllen konnte bzw. später zwingend zu erfüllen hatte. Im Falle der Säumnis droht Sanktion.

Mit dem Tag, da Geld nicht mehr vom Machthalter als Abgabe festgesetzt wird, sondern dieser etwas anderes als das Geld verlangt (z.B. wieder Güter, Dienste, Kinder für die Front oder unsere Frauen zum Vergnügen), wird nicht das Geld seinen Wert verlieren (Geld selbst hat keinen Wert), sondern wird die Bewertung aller Gütern mittels des Geldes unmöglich.

Denn was niemand haben muss, um es zum Termin an den Machthalter abzuliefern, kann auch keine Bewertungen (Schaffung von Paritäten zu Gütern / Dienstleistugnen) erzwingen. Dass es beim Thema Geld in erster Instanz nicht um den Nutzen, sondern um solche Zwänge geht, die durch den Machthalter begründet werden, ist ein Meilenstein der Erkenntnis.

Endlich kann die Pampers abgelegt werden, müssen wir uns nicht mehr gegenseitig pudern und Rasseln tauschen, damit Werte entstehen!

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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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