Ohne Steuern gibt es *vermutlich* keinen Kaptialismus

pigbonds, Sonntag, 22.03.2015, 15:34 (vor 4002 Tagen) @ mira4227 Views

Im Prinzip geht's um Steuererhebung. Diese wird von den Etatisten ja immer
fast religiös überhöht: Schließlich geht es um geheiligte Steuergelder,
die der Allgemeinheit zustünden, um Steuergerechtigkeit, um die Erhebung
der Gelder zur Erfüllung wichtiger staatlicher Aufgaben usw.usf. .

Der Kapitalist weiss aber, dass es ohne Steuern nicht geht. Wo käme sonst
das Geld her?

Das
ist wohl auch Mainstream, aber manchmal ist der Blick auf davon abweichende
Auffassungen ganz erfrischend. Hier was aus der anarchisten Richtung der
Staatstheorie von
Rothbard
und Oppenheimer
. Keine Angst, ist nicht lang und nicht kompliziert.
Die Erhebung von Steuern wird recht originell als Raub betrachtet, damit
die Führungsclique namens Staat die Mittel in ihre Hand bekommt, um ihr
Volk zu ihrer eigenen Existenzsicherung zu beglücken und das eigene Leben
zu finanzieren. Mit Mitteln der Allgemeinheit habe das nichts zu tun, es
sind Mittel dieser Führungsclique, die sich Staat nennt. So betrachtet ist
die Klage über Steuerungerechtigkeit die Klage darüber, daß andere
weniger ausgeraubt werden als man selbst. Das internationale Stopfen von
Steuerschlupflöchern wäre so betrachtet die internationale Verschwörung
zum gemeinsamen effektiveren Ausrauben der Bürger usw.usf. . Zugegeben:
Gedankenspielerei, aber ganz anregend und inspirierend.

Immer wenn ich "freiwillig" und "Tausch" höre, geht mir @dottore's "Wie herzig!" durch
den Kopf. Ich vermute, das sind Fantasmen, die auf den selben Irrtümern wie der Marxismus
ruhen - man findet sie in der Klassischen Ökonomie.

Da die Justiz mit zur Führungsclique namens Staat gehört, erklärt das
in diesem Gedankengebäude vielleicht auch, warum die Strafen bei
Steuerdelikten manchmal sehr rigoros ausfallen: Der Angeklagte gefährdet
immerhin den Gehaltsanspruch des Gerichts.

Das kapitalistische System an sich wird dadurch gefährdet.


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