Altes Handwerk, ja

Durran, Samstag, 21.03.2015, 22:55 (vor 3946 Tagen) @ Lisa5086 Views
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 21.03.2015, 23:08

aber das wird nicht verraten. Es ist eines aus dem Link, jedoch selten genug um es hier nicht öffentlich zu nennen.

Allerdings bin stolz auf meine Fähigkeiten, meinen Beruf, und die Handwerkerehre. Und ich habe heute eine Einstellung wo ich denke, lasst sie mal alle machen. Ich habe mich aus dem System ausgeklinkt. Ich zahle legal fast keine Steuern mehr, ich habe mich dahingehend eingerichtet.

Weniger Arbeit, mehr Freizeit. Und in vielleicht 20 Jahren wird es in Deutschland nur noch sehr wenige geben, die mein Handwerk beherrschen.

Und Lehrlinge bilde ich derzeit nicht aus, wozu auch.

Ich kenne Kollegen, die fliegen nach USA um dort Aufträge auszuführen weil es dort niemand kann. Die Leute sind alt. Bald fliegt keiner mehr dorthin.
Und dann? Ich warte einfach mal ab.
Und da sind wir wieder bei der Schneiderin.
Soll sie wirklich für 10€ die Stunde Hosen kürzen, während der Mechaniker um die Ecke 100€ will. Ist ein Schneider weniger wert als ein Mechaniker.

Mir fällt da der Küfer ein. Das ist derjenige, der die Eichenfässer für die teuren Weine herstellt. Da gibt es noch ein paar wenige. Den guten Wein wollen alle trinken. Aber so ein Faß kostet eben auch einiges. Also kommt heute der Wein aus Behältern. Und die Fäßer werden immer teurer.

Oder den Posamentenmacher. Nicht nur dass die wenigsten wissen, was eine Posamente ist, man hat diese dekorativen Teile einfach gestrichen.
Wer noch welche haben möchte, der muss eben zahlen. So etwas früher alltägliches bleibt heute nur noch den Superreichen erhalten.

Heute gibt es dafür in jedem Dorf zwar einen Mobilfunkshop, essentiell lebenswichtige Dinge wie Schmied oder Schuster eben nicht mehr.
Werteveschiebung so zusagen.


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