Land der Oligarchen
Hallo,
gestern abend im Fernsehen gab es ein Interview mit dem ehemaligem Vizeaußenminister Griechenlands Dimitris Droutsas, in einem akzentfreiem "wienerisch", sofern ich das als OWL-Mensch beurteilen kann.
Er war mehr Diplomat als Wirtschaftsfachmann, seiner Ansicht nach sind die Griechischen Probleme allesamt hausgemacht, auch zu Zeiten als er mit auf der Regierungsbank saß.
Grund: Die Politik ist wie in allen anderen Ländern auch korrupt, nur in Griechenland hätte es wirklich überhand genommen, zumal das Land in der Hand der griechischen Oligarchen liegt, die im Zusammenspiel mit ihrer Wirtschftsmacht, der ihnen gehörenden Presse und der korrupten Politik ein 3-Gestirn bilden, welches notwendige Reformen verhindert hätten.
Da Griechenland inzwischen etliche Jahre der Demütigung und Wirtschaftsflaute hinter sich hätte, könnte es sein, daß das Land mit seinen Menschen inzwischen eher bereit wäre Reformen (Veränderungen im politischem System) mitzutragen.
Er sieht es als große Chance der jetzigen Regierung an und wünscht ihr von Herzen viel Erfolg. - also auch darin, die Macht der griechischen Oligarchen (10 Familien) zu brechen.
Gruß Dieter
PS: In Porugal sagt man sich, daß die Hauptlandfläche des Landes 12 Familien gehört. Oligarchen sind die Fürsten der Neuzeit.