Ist aber ganz einfach
Bis jetzt ist jede linke Regierung, welche Steuererhöhungen für "Die
Reichen" gefordert hat, in der Wählergunst gestiegen.Erst wenn sich dann herrausstellt, dass mit "Die Reichen" die Stammwähler
der Linken gemeint waren, dann ändert sich das ein bisschen und es kommt
ein klein wenig Missmut auf.Aber bis die das merken, das dauert 2 Jahre.
Und 2 Jahre in der Politik ist der Umterschied zwischen Sein oder
Nichtsein.Gruß Mephistopheles
Hallo Mephistopheles,
alle bisher im Rahmen des Hilfsprogrammes umgesetzten Steuererhöhungen haben ausschließlich die unteren Schichten und den Mittelstand getroffen. Dazu zählen bspw. mehrfache Anhebung der Mehrwertsteuer, mehrfache Anhebung der Mineralölsteuer, Anhebung der reduzierten Mehrwertsteuer auf Lebensmittel, Besteuerung von Einkommen vom 1. Euro aufwärts und damit auch unterhalb des Existenzminimums. Und das mit Abstand perverseste ist die Unterstellung eines fiktiven Einkommens bei den Arbeitslosen. Somit muss auch derjenige Steuern zahlen, der gar nichts verdient.
Was der griechische Wähler also unter Steuererhöhungen versteht, dürfte damit wohl klar sein, oder?
Dazu sollte noch erwähnt werden, dass der Finanzminister der Vorgängerregierung bereits einen weitreichenden Konsens mit der Troika über zusätzliche Maßnahmen erreicht hatte. Da ging es u.a. um Mehrwertsteuererhöhung und weitere Rentenkürzungen.