Absolut richtig analysiert
Ich hab das seit Jahren, nein Jahrzehnten, schon beobachtet. Es geht immer mehr in unwesentliche Details, linear verliert man sich in speziellen Dingen, die eigentlich völlig unwesentlich sind. Die werden auch bis zur Hemmungslosigkeit eingehämmert und geprüft.
Aber es gibt keine Querverbindungen z.B. zwischen den naturwissenschaftlichen Fächern mehr, der Schüler soll erst gar nicht lernen, quer zu denken und das Allgemeine zu sehen oder zu erkennen. Genau das aber wird in den teuren Privatschulen gelehrt, habe ich mir sagen lassen.
Der Sinn ist ja klar: Der junge Otto Normalo soll sich daran gewöhnen, nur mehr linear zu denken, - den Überblick behalten andere, die ihm dann später sagen, wo es langgeht.
Dazu kommt noch was: Da habe ich meine Nachbarin (Biolehrerin in der Volksschule) getroffen, der ich schon früher immer mal was im Schraubenglas gegeben habe, was mir so vor die Füße gekommen ist. Z.B. eine der größten heimischen Wildbienen, oder auch mal das Taubenschwänzchen, das wie ein Kolibri aussieht, aber ein Schmetterling ist, usw.), damit der Unterricht bei den Kids etwas aufgelockert ist. So hab ich das damals als Kind empfunden, wenn da so ein Glas durch die Reihen gereicht wurde.
Heute habe ich ihr wieder sowas geben wollen, mit einem Hirschkäfer, und sie hat dankend abgelehnt. Warum, weiß ich nicht, - aber wahrscheinlich stört das ihren Ablauf. Oder aber, es interessiert die Kids gar nicht mehr. Ich weiß es nicht.