Vernünftige Demut ist die Antwort - und Determinismus ein Werkzeug (von vielen)

nvf33, Dienstag, 06.12.2016, 09:38 (vor 3384 Tagen) @ Zarathustra1824 Views


Der freiheitsverneinende Determinismus hat genau da ein Loch, wo er

selbst

Ideologie ist: Nämlich in seiner Annahme, ALLES Wissen in einem

logischen

Punkt vereinen zu können.


Deterministen sind keine Deppen. Derartige Ansprüche hegt kein
zurechnungsfähiger Determinist.

Wenn man umfassenden Determinimus annimmt, dann ist das Nachdenken darüber nur dann mehr als Spekulation oder Fantasterei, wenn man ihn "von außen" betrachten kann, d.h. sich selbst jenseits davon platzieren kann. Wenn man das aber ausschließt (wie du es den "klugen" Deterministen unterstellst), erübrigt sich jede weitere Diskussion, weil der Determinismus dann zu einem Glaubenssatz wird, der eben gerade nicht hinterfragbar ist, weil man ihn nicht transzendieren kann.

Das lässt in verkümmern gegenüber der
Wirklichkeit.
Natürlich ist es auch Ideologie, stattdessen die Freiheit als

vorrangig

betonen, und aus ihr das Gute und Gewollte für uns Erdlinge zu

erwarten.

Indeterminismus repräsentiert noch viel weniger Freiheit als
Determinismus. Das verstehen die Indeterministen leider nicht, weil sie
einfach nicht wissen, wovon sie überhaupt reden, wenn sie über
Determinismus reden.

Aha. Die Argumentation mit Negationen, wie Du sie hier vorführst, hat übrigens einen Haken: Sie ist unselbständig. Genauso, wie auch Akausalität, und noch schlimmer: Unendlichkeit.
Seltsamerweise kann man mit beiden Begriffen gar nicht mal ganz schlecht argumentieren, siehe z.B. die Infinitesimalrechnung.
Aber es ist doch immer eine Annahme mit dem Indefiniten, die dem ehrlichen Logiker nicht schmecken kann.
Auch Vernunft ist eben nicht denkbar von Außen, weil sie Anleihen im Transzendenten nimmt, das sich nicht scharf (und bindend) definieren lässt. Wohl ist sie aber zu benutzen ("von innen"). Aber auch das sauber nur vorbehaltlich ihrer begrenzten Gültigkeit. Diesen Punkt, die Vernunft als Hilfsmittel, aber eben nicht als Gottesersatz zu erkennen, auf den wollte ich hier hinaus. Lineare Optimierung, die auf die ganze Menschheit angewandt wird, ist eine Überschreitung, auch aus ethischer Sicht, aber viel triftiger noch aus Gründen der Logik.
Determinismus ist ein geistiges Werkzeug, aber kein Ersatz für die Welt, und schon erst recht kein ALTERNATIVLOSES Werkzeug <img src=" />.


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