Silent weapons for a quiet war reloaded
Hallo zusammen,
diese Idee nun wirklich nicht so neu, wie sie hier aufgewärmt wird. Klassiker in diesem Bereich ist neben Asimoffs "Psychotronik" sicherlich auch : "Silent Weapons for a quiet war" : http://www.lawfulpath.com/ref/sw4qw/index.shtml
Interessant ist bei all dem m.E. weniger die Technik (die seit den britischen "Operations Research"-Bemühungen des zweiten Weltkrieges formal unverändert geblieben ist), sondern die heiße Sehnsucht, mit der dieser Ansatz verfolgt wird. Damit ist die Kosinki-Technik mehr ein innovativer Ausdruck einer Charakterstruktur (der Forscher) als eine wirkliche Neuerung der PR.
Bewußtheit durch sehr große Matrizen ersetzen, und alle menschliche Neigung und Regung durch ein "ist doch nur ..." banalisieren: Das macht mögen diese Leute. "Bewußtheit go home" ist die Devise, und zwar so, sehr, als hätte sie nie existiert.
Oder noch formaler ausgedrückt: Wir linearisieren das System "Gesellschaft", bis nichts mehr nichtlineares (d.h. mit sich selbst wechselwirkendes) in den Sinn kommt - ein Taylor-Entwicklung mit sehr, sehr vielen Gliedern schlicht und einfach zusammen mit dem Dekret, dass der Rest nun aber wirklich irrelevant sein muss. Man könnte das auch als fixe Idee eines Irrweges bezeichnen... Phasenübergänge z.B., etwa der Übergang eines egoistischen zu einem kooperativen Regime, sind kaum vorhersagbar mit soetwas, sondern nur unterdrückbar (formal: Eine Unstetigkeit einer Reihe ist so gut wie gar nicht analysierbar, aber das nur am Rande.)
Also keine Panik. Das einzige gefährliche an der Linearität ist die Idee, sie hätte mehr als Willkür mit der Wirklichkeit gemein.
Viele Grüße
nvf33