Rot oder Blau?

Protoceratops, Mittwoch, 09.11.2016, 13:08 (vor 3407 Tagen) @ Olivia4338 Views
bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 09.11.2016, 13:19

Welche Farbe darf die bittere Pille denn haben?
Egal wie die Entscheidung ausfällt, Verlierer ist man in jedem Fall.
Mir tut das amerikanische Volk leid, es hatte nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera.
Traurig genug, daß keine fähigeren Kandidaten zur Wahl gestanden haben.

Letztlich halte ich aber Trump für das geringere Übel.
Offensichtlich haben es die Wähler in den USA genauso gesehen.
Allerdings basiert meine Einschätzung allein darauf, was wohl für unser Land besser wäre.
Dabei ist mir nun mal ein Trump, der US-Soldaten aus der ganzen Welt zurück in die Heimat beordern will, ein offensichtlich eher freundliches Verhältnis zu Putin pflegt, TTIP nichts abgewinnen kann und die Nato in der heutigen Form in Frage stellt, der deutlich liebere zukünftige US-Präsident.
Das alles kann nur gut für den Frieden in der Welt sein.
Was er davon realpolitisch umsetzen kann, wird sich zeigen.

Daher habe ich auch die ganze Nacht mitgefiebert und bereue nicht den verpassten Schlaf.
Es war sehr spannend und letztlich wurde ich auch mit dem konsternierten Gesicht eines Cem Özdemir im Morgenmagazin fürstlich belohnt.
Einfach unbezahlbar!
Lieber Cem, halte dich doch einfach an den alten Spruch: „Am Morgen ein Joint und der Tag ist dein Freund“.
Dann klappt es auch mit dem Lächeln.

Allgemein war der Wahlausgang ein Schlag ins Gesicht für die meisten deutschen Politiker und Medien.
Auch wenn sie weiterhin von einem „schwarzen Tag für die Welt“ und ähnlichem Unfug schwadronieren.
An deren Stelle würde ich mich jetzt auch unwohl fühlen, wenn ich im Vorfeld diesen Mann als „Hassprediger“ oder ähnliches bezeichnet hätte und nun zukünftig mit ihm zusammenarbeiten muß.
Wie dumm kann man eigentlich sein, sich derart zu äußern?
Ist das eines Spitzenpolitikers würdig und darf man in solch einer Form überhaupt den Wahlkampf in fremden Ländern kommentieren?

Trump ist sicherlich jemand, der polarisiert, aber da gab es auch schon andere vor ihm, Ronald Reagan z. B., der wurde jedoch nicht in dieser Art und Weise von einer breiten Einheitsfront angegriffen.
Dafür habe ich nur ein Kopfschütteln übrig.

Heute ist es sehr unterhaltsam, sich in den sozialen Medien umzusehen.
Der frechste Spruch kam dabei aus Tschechien, verbreitet in Facebook:
„Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Da ist ein weißer Multimilliardär glücklich darüber, daß er in ein über 200 Jahre altes Haus ziehen darf, das bislang von einem ärmeren Farbigen bewohnt wurde“.


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