Interessante Beobachtung!

Naclador, Göttingen, Mittwoch, 09.11.2016, 10:27 (vor 3456 Tagen) @ Olivia5218 Views

Die schockierendste Information bekam ich gestern bei einem dieser
TV-Talk-Master, der bemerkte, dass in den USA bereits
"Mittelschichtangehörige", die jährlich zu zweit ein Einkommen von $
150.000 bis 180.000 (zu zweit) generieren, sich kaum noch eine Wohnung dort
leisten können, wo sie arbeiten müssen und dass man bereits über
"Wohnhilfen" für solche Menschen nachdenkt, weil sie mit ihrem Geld nicht
hinkommen (Nanny, Schulgeld, Ausbildung der Kinder etc.). Da waren sicher
viele Menschen, die die Faust in der Tasche ballten und es nicht wagen
durften, Partei für Trump zu nehmen, weil sie um ihren Job fürchten
mußten. Sie wurden als "gefühlte" Arme bezeichnet, weil auch bei ihnen
das Geld (aufgrund der mit dem Job verbundenen "Notwendigkeiten") am
Monatsende nicht reichte.


Solche "gefühlte Armut" wird auch hier in D immer häufiger. Der faktische Zwang zum Doppelverdienermodell führt zu dramatischen Nebenkosten (Kinderbetreuung, Haushaltsführung usw.). Bei ständig steigenden Mieten und stagnierenden Gehältern übt das massiven Druck auch auf gut bezahlte abhängig Beschäftigte aus, von mittelständischen Unternehmern mal ganz zu schweigen.

Das vollständige Versiegen des trickle-down-Effekts schürt im Mittelstand die Angst vor sozialem Abstieg. Und da kommen die AfD-Wähler her, die nicht eh schon im Prekariat angekommen sind. Es ist einigermaßen offensichtlich. Wenn man diese Leute jetzt noch überzeugen könnte, dass ihre Stimmen bei der Deutschen Mitte besser aufgehoben wären...

--
"Nur die Lüge benötigt die Stütze der Staatsgewalt. Die Wahrheit steht von alleine aufrecht."
Thomas Jefferson


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