Neubau ist keine Alternative. Viel zu teuer

Gaby, Mittwoch, 28.09.2016, 16:19 (vor 3404 Tagen) @ Dieter4823 Views

Moin Dieter,

nein, Neubau ist keine Alternative. Es ist nach wie vor sehr teuer, in GR zu bauen. Da die Materialien alle importiert werden müssen, sinken die Preise hierfür quasi nicht. Arbeitslohn, ok. Aber dafür ist das hier mit den Sozialkassen so eine Sache. Da auf dem Bau ja nun mal viel schwarz gearbeitet wird (nicht nur in GR), läuft das hier so, dass Du bei der Beantragung der Baugenehmigung auch zur hiesigen IKA (so was wie die AOK plus Rentenkasse für Angestellte) gehen musst.

Dort wird anhand der Baupläne geschätzt (es gibt eine Tabelle dafür), wie viele Arbeitsstunden das wohl brauchen wird. Dann gibt das eine Rechnung (ein 130 qm Haus einfacherer Bauart liegt bei ca. 20.000 Euro IKA) und die muss man bezahlen. Vorher kriegt man die Baugenehmigung nicht.

Eigenleistung gibt es nicht. Das Ganze geht sogar so weit, dass (wirklich passiert!) jemand, der selbst seine Hausfassade streicht und dafür bei der IKA angeschwärzt wird, eine saftige Strafe zahlen muss, weil ihm unterstellt wird, er habe Schwarzarbeiter beschäftigt.

Bei anspruchsvollerer Architektur oder größerer Wohnfläche kann die IKA durchaus ein Drittel der Baukosten verschlingen. Auch sind die Gebühren etc. sehr hoch, die sonst noch zu entrichten sind.

Außerdem - es baut einfach niemand. So oder so hat keiner das Geld dafür. Und der Abriss ist auch sehr teuer.

Landwirtschaftliche Flächen werden derzeit noch eher schonend behandelt, man hat aber bereits einen Anlauf genommen, das zu ändern - dann aber zurück gezuckt. Liegen die Flächen allerdings innerhalb des Bebauungsplanes oder sind auch nur Bauerwartungsland - dann schlägt der Fiskus auch kräftig zu.

Viele Grüße

Gaby

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"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci


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