Machtebene

Rybezahl, Freitag, 09.09.2016, 14:26 (vor 3462 Tagen) @ CalBaer2869 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 09.09.2016, 14:46

Wenn ich Dir €100,- leihe und das Geld auszahle, ohne dass Du mir

eine

Sicherheit stellst, dann stellst Du für mich ein Kreditrisiko über
€100,- dar.
Wenn Du nicht zurückzahlst, erleide ich einen Verlust von €100,-.

Wie kann man CalBaer da missverstehen?!


Stimmt, wenn das System kracht, gibt es einen großen Verlust, aber
solange das System läuft,


Nicht erst, wenn das System kracht, sondern solche Risiken werden in einem
Markt eingepreist. Das Vermoegen des Glaeubigers im obigen Beispiel
(100EUR) wird am Markt immer mit einem Abschlag bewertet, je nach Bonitaet
des Schuldners, da es nicht besichert ist. Risiken ergeben sich auch durch
drohende massive Kapitalabfluesse aus D in Fremdwaehrungen. Wenn z.B.
deutsche Gutenhabenhalter netto Kapital z.B. in den Dollar abziehen, kaeme
die Buba irgendwann in Schwierigkeiten, weil wohl kaum ein ausl.
Devisenhaendler oder ausl. ZB die Target-II-Forderungen als Kollateral
akzeptieren werden. Die Besicherung des Euro wird so immer schlechter
(aehnlich einer Muenzverschlechertung), was sich in den Devisenkursen
niederschlaegt.

Hallo Calbaer,

es ist nicht die Aufgabe des Ökonomen, die Machtebene zu betrachten, darum muss der Herr Sinn auch nicht darüber reden (bzw. kann er das Geschehen vernünftigerweise für Unsinn halten). Meine kleine Meinung dazu ist, dass Forderungen Forderungen sind und damit Druck ausgeübt werden kann. Solange das Spiel um Macht läuft, ist das ein Vorteil, und geht es krachen, dann ist es für alle Seiten egal. Um den Verlust weint dann ja doch niemand mehr.

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.


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