Altern = Aufschulden Einzelner/Mehrerer bis zur Insolvenz

Silke, Sonntag, 28.08.2016, 17:00 (vor 3470 Tagen) @ BerndBorchert3334 Views
bearbeitet von Silke, Sonntag, 28.08.2016, 17:06

Lieber Bernd,

Was sagt die Biologie/Medizin dazu?

Wenn sie ehrlich ist?
Das gleiche was der Debitismus beschreibt.

"DEBITISMUS ist ... reine Beschreibung, was sich ergibt, sofern notwendigerweise oder erzwungenerweise Schulden existieren."
@Ashitaka

Leben = urschuldig sein
Daraus ergeben sich viele Chancen zur Schaffung von Vermögen/ Potential/ Reichtum an Wissen/Fühlen/Erfahrung.

"...das menschliche Daseyn, weit entfernt den Charakter eines Geschenks zu tragen, hat ganz und gar den einer kontrahirten Schuld. Die Einforderung derselben erscheint in Gestalt der, durch jenes Daseyn gesetzten, dringenden Bedürfnisse, quälenden Wünsche und endlosen Noth. Auf Abzahlung dieser Schuld wird, in der Regel, die ganze Lebenszeit verwendet: doch sind damit erst die Zinsen getilgt. Die Kapitalabzahlung geschieht durch den Tod."
Arthur Schopenhauer

Der Reichtum muss nur rechtzeitig vor der Insolvenz weitergereicht sein, z.B. an ein oder mehrere "Tochterunternehmen".
Ich bin in die Welt gekommen um Informationen weiter zu reichen und zu ergänzen - von meinen Großeltern zu meinen Enkeln.

"Alles, was manifest ist, kann zerstört werden, aber was nicht manifest ist, existiert außerhalb der Zeit."
Jiddu Krishnamurti

Das sehe ich sehr schön, wenn ich mich ausgiebig mit meinen Enkeln beschäftige (dyadisch), die wie ein unersättlicher Schwamm Wissen/Können/Informationen aufnehmen/verarbeiten/optimieren, indem mehr und neuere Quellen besser genutzt werden, als ich sie je nutzen konnte.
Das in der Evolution des Lebens gespeicherte genetische/epigenetische/memetische Material wird von mir unter Einbeziehung der Optionen/Informationen der Gegenwart auf sie übertragen.
Ein einzelner Mensch kann nicht menschlich leben ohne eine Gemeinschaft mit nahestehenden Menschen, mit Vorfinanzierung, Kontrakten und Nachschuldnern.
Einsamkeit und Individualismus ist nicht arttypisch menschlich, sondern das Bedürfnis nach Gemeinsamkeit.

Dann
sollte man also versuchen, die angeborene Programmierung zur Alterung
möglichst zu reduzieren. Geht das rein psychologisch, also mit dem Willen?

"Zeitloses Sein besteht nicht darin, Dinge anzusammeln, sondern jeden Tag und jede Minute zu sterben."
Jiddu Krishnamurti

Ich werde in meinen Nachkommen und in den anderen Menschen, zu denen ich Beziehungen habe und pflege, weiterleben.

Wenn ich den menschlichen Körper als Fraktal der menschlichen Art verstehe, kann ich gut mit der Vorstellung umgehen, dass Körperzellen ständig neu gebildet werden, altern (aufschulden), überschuldet untergehen und nach dem Tod abgestoßen werden - so wie ich als Mensch in meiner Gemeinschaft.

Keine Sorge, auch „BerndBorchert“ wird weiterleben. [[zwinker]]
Sogar nach einem gesamtgesellschaftlichen GO wird nach ein paar Mio. Jahren „Gras über die Sache gewachsen“ sein und im Informationspool des Lebens wird die Ächtung struktureller Gewalt als Verhaltensoption verankert sein, so dass die Evolution dann ohne diesen systemischen Fehler noch weiter kommen kann, als dieses Mal.

Liebe Grüße
Silke


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