Ich hab mich über den Artikel sehr gefreut.
Weil ich dieses ständige "Qualifikation" Geschwafel bei der Arbeitsmarktdebatte nicht mehr hören kann. Es ist illusorisch und es hat auch in Wahrheit nur zu arbeitslosen Akademikern geführt. Es ist gut wenn man die förderungswürdigen fördert, aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass die Menschen eben nicht alle gleich intelligent sind und daher auch eine gute Bildungspolitik keine Vollbeschäftigung erreichen kann, sondern nur ein besseres BNP an sich.
Wir brauchen Jobs für Trottel, weil wir ein Land mit einem entsprechenden Anteil an Trotteln sind - verglichen mit anderen Ländern ohnehin noch gering! Seit Jahren sag ich das und hier lese ich es zum ersten mal. Das freut mich natürlich gewaltig. Und dass Blödmänner auch richtig wertvoll für die Gesellschaft sein können, wenn sie an der richtigen Stelle sitzen, wo sie in ihrer Aufgabe aufgehen, sollte man auch nicht vergessen. In manchen Bereichen sind sie sogar besser als intelligentere Zeitgenossen, weil sie nicht frustriert werden.
Ein Dogma, das außerdem noch fallen sollte ist der Gedanke, dass Geld die einzige Motivation für Menschen ist - ich glaube viel eher, dass es gesellschaftliche Anerkennung ist und Geld in den meisten Fällen nur ein Maß der Anerkennung darstellt. Daher könnte man viele Menschen völlig kostenneutral zu Höchstleistungen motivieren, wenn man ihnen einen entsprechenden Imagegewinn angedeihen lässt. "Held der Arbeit" oder das eiserne Kreuz oder was weiss ich was.
Was wir allerdings noch nicht wissen ist, ob unsere Neuzugänge auch so ticken oder Arbeit per se als Imageschädigend sehen.