S-Bahn selten, vor etwa 3 Monaten das letzte Mal. War aber ok. Marienplatz war unten chaotisch, aber die bauten.
Ich muss gestehen, dass ich meist Auto fahre. Und ja, ich denke, dass wir in Teilen Bayerns noch auf der Insel der Seligen leben. Auch von den Autobahnen um München kenne ich das nicht. Der Hauptbahnhof in München bekommt langsam Ähnlichkeiten mit afrikanischen Städten. Früher war ich gerne und viel dort unterwegs, inzwischen ist es ein Spießrutenlaufen zwischen allen möglichen dubiosen Gestalten. Aber so verdreckt, wie auf Deinen Fotos ist es nicht.
Die Schule meiner Tochter war/ist sehr in Ordnung, vor zwei Jahren wurde gerade ein zusätzlicher Gebäudekomplex angebaut. Die Initiative dazu ging von sehr engagierten Eltern aus, die auch Druck in Bezug auf die Geldmittel machten. In der Nachbargemeinde ist gerade ein weiteres, neues Gymnasium entstanden. Hier gibt es auch Hauptschulen. Die sind auch gepflegt und in Ordnung. Sie gehen allerdings nur bis zur 4. Klasse, dann entschwinden die Kinder auf die Gymnasien.
So schaut es noch in vielen Gegenden in und um München aus. Vielleicht ist das der Grund, warum die Gegend um München die höchste Lebensqualität in D haben soll. Hier gibt es sehr viele Selbständige und kleine Betriebe. DAS macht einen Unterschied. Die Leute müssen zwar intensiver arbeiten als Angestellte, aber sie haben nicht so das Gefühl von "Ausgeliefertsein".
Ich hoffe sehr, dass wir nicht so "progressiv" werden, wie der Norden Deutschlands, denn ich schätze, dass wir dann diese Bilder auch bald hier zu sehen bekommen.
Zur Zeit habe ich heftige Diskussionen mit meiner Tochter. Ihre Kollegen bedienen sich genüsslich an der "Arbeitslosentafel", d.h. die melden sich arbeitslos, weil sie eine Zeit lang nicht arbeiten wollen nach der Lehre oder vor dem Studium. Ich habe das nicht zugelassen. Sie musste zu mir ins Praktikum, damit sie sozialversichert war und musste 4 Stunden täglich lernen und sich einen Ferienjob suchen. Die Krankenkassen und Behörden "empfehlen" den jungen Menschen, sich arbeitslos zu melden. Und alle tun es, egal, welche gesellschaftliche Schicht. Erstaunlicherweise hat meine 10 Jahre jüngere Schwester das vollkommen unabhängig bei ihrer Tochter auch nicht zugelassen. Sie hat sie auch in der Zwischenzeit zwischen Lehre und Studium zum Arbeiten geschickt.
Wenn man ein solches passives "Nehmerverhalten" einübt, dann verändert es das Gehirn und das Denken. In der gleichen Zeit können die jungen Menschen lernen, wie man unter widrigen Umständen Geld verdienen kann. Das halte ich für extrem wichtig, denn so ein absurdes Sozialsystem wie in D gibt es sonst nirgends auf der Welt, also darf man sich auf so etwas nicht verlassen. Wo auch immer sie einmal in der Welt sein mag, muss sie irgendwie in der Lage sein, sich zu ernähren. DAS muss man aber lernen. DAS habe ich mit ihr trainiert und meine Schwester mit ihrer Tochter auch. Aber wir sind beide selbständig. Ich sogar völlig ohne Netz und doppelten Boden, was bisweilen extrem anstrengend und erschöpfend ist. Da muss man die Augen aufhalten und darf Kinder nicht so verkommen lassen, dass sie das nicht lernen.
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