Was der Artikel allerdings nicht beantwortet
Wie man mit unhöflichen Menschen und Foranten umgeht. Lieber Beo, wir sind nicht per Du und ich verbitte mir diesen Ton. Trotzdem antworte ich kurz zur Sache:
WANN wird in deinem Schädel die einfache Erkenntnis heranreifen, dass
endlich die durchschnittliche Arbeitszeit gesenkt werden sollte? Jede
Epoche wird ihre speziellen, minderqualifizierten Tätigkeiten
bereitstellen. Mach dir da keine Sorgen.
Aus eigener Erfahrung als Unternehmer kann ich Dir sagen, dass die langen Arbeitszeiten oft aufgrund der Unentbehrlichkeit eines individuellen Mitarbeiters zustande kommen, weniger aus Profitdenken. Da wir aber von Trotteljobs sprechen, lass ich das außen vor. Das mit der Arbeitszeit klingt gut, würde aber einen vollkommen abgeschotteten Markt voraussetzen oder eine weltweite Regulierung der Arbeitszeiten. Die Idee der Vollbeschäftigung durch Arbeitszeitverkürzung kommt aus der sozialistischen Mottenkiste und ich befürchte sie wird genau so gut funktionieren, wie alles andere was diese Ideologie hervorgebracht hat.
Ich könnte also - in Beo2 duktus verfallen und fragen wann er den sozialistischen Müll endlich aus seiner Birne bekommt. Tu ich aber nicht.
Das "Problem" der Massenarbeitslosigkeit der angeblich "Entbehrlichen"
gibt es schon sehr sehr lange.
Das gibt es im Grunde seit wir mehr als Jagen und Sammeln tun.
Du hast anscheinend den Kapitalismus
nicht verstanden .. es hält sich nämlich sehr gerne einen Sockel an
Arbeitslosigkeit (durch lange Arbeitszeiten), der Rendite wegen! Sie
ersetzt die Peitsche der Sklavenhalter.
Es hält sich nicht, sondern dieser Sockel ist notwendig um einen Arbeitsmarkt als solchen zu haben, so wie auch in jedem Geschäft Produkte liegen müssen oder ein Wohnungsmarkt Leerstände braucht damit er funktioniert. 100% Verkauft = Ende des Marktes.
Venezuela hat das bei vielen Konsumgütern geschafft!
Der Artikel ist nicht nur menschenverachtend, demagogisch irreführend,
sondern auch dumm und dämlich. Eigentlich nicht wert, kommentiert zu
werden.
Beo hat ihn nicht verstanden, habe ich den Eindruck. Denn im Kern geht es nicht um Peitsche oder Sklavenhaltung sondern darum, einer immer größeren Anzahl von Menschen, die im Produktiven Sinn nicht mehr gebraucht werden, einen Sinn im Leben zu geben. Die aktuelle Antwort heisst Hartz, Playstation und Alkohol - und im Endeffekt Gewalt oder schwere Depression.
Der Artikel trifft den Nagel exakt auf den Kopf und ich kenne zahlreiche Beispiele aus kleinen Gemeinden bis hin zur Stadt in der ich lebe, wo man das Problem im Sinne dieses Artikels löst und die Menschen statt in die Arbeitslosigkeit in Hilfsdienste schickt (Gärtnerei, Strassenaufsicht etc..) wo sie einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, einen strukturierten Alltag haben und mit Sicherheit ein zufriedeneres Leben führen, weil sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Darum geht es Beo, nicht um die Frage ob ein Industrieller wieder ein Hausmädchen und einen Chauffeur haben darf ohne schlechtes Gewissen. Ich halte diese Frage für eine der wichtigsten im 21.Jhdt und sie wird bestimmen ob wir eine einigermassen kohäsive friedliche Koexistenz führen werden oder unsere Städte und Länder ein Clusterfuck aus Favelas und hochsicherheitszonen für Reiche wird.