Da ist (leider) nix dran m.T.
Hallo nereus
Diese breiten "Kondensstreifen", die nicht verschwinden und nach und nach den Himmel mit einer milchigen Wolkenschicht überziehen, nerven mich schon lange.
Im letzten Sommer wollte ich es einmal genauer wissen, und machte über mehrere Wochen unregelmäßig Beobachtungen, die ich aufzeichnete. Da ich an einem Ort lebe, von dem aus ich eine gute Rundumsicht habe, habe ich bereits früh morgens begonnen, "verdächtige" Flugzeuge zu checken.
Zunächst einmal habe ich mir mittels flightradar24 angesehen, welches Flugzeug das ist, von welcher Airline und auf welchem Flightlevel.
Dann habe ich mir auf wetter3 die Wetterdaten an dem entsprechenden Ort und in der entsprechenden Höhe angesehen. (200hpa entsprechen ca. 12.000m, 300hpa sind ca. 9.000m - UTC ist Z-Zeit, also "England Winterzeit")
Kondensstreifen können sich überhaupt nur bilden, wenn die Temperatur unter -40 Grad Celsius und die rel. Luftfeuchte oberhalb von 70% liegt.
Ergebnis an den Tagen an denen sich "Kondensstreifen" am Himmel "breit machten":
1. Kein einziges Flugzeug sonderte Streifen ab, das nicht in flightradar24 sichtbar und identifizierbar war.
2. Kein einziges Mal entstanden Streifen, ohne dass die o.g. Parameter nicht erfüllt waren (Temp. und Feuchte)
3. Die absondernden Flugzeuge stammten aus allen möglichen Ländern (besonders aufgefallen war mir z.B. ein Airbus der China Eastern Airlines)
4. Große Flugzeuge (A380, A330) sondern besonders große Streifen ab.
Meine persönliche Schlussfolgerung aus den gemachten Beobachtungen: "Chemtrails" sind nicht - oder zumindest nicht alleine - die Verursacher der beobachtbaren Kondensstreifen- und Wolkenphänomene.
Allerdings bleibt die Frage, warum es heutzutage diese Riesenkondensstreifen und Milchwolken gibt, die ich früher so nicht beobachtet habe und an die ich mich auch nicht erinnern kann.
An der Menge des produzierten Wasserdampfes der heutigen größeren Flugzeuge kann es nicht liegen, da die früheren Flugzeugmuster - obwohl kleiner - auch nicht weniger Kerosin/Meter verbraucht haben. Eine Ausnahme bildet zwar der A380, zu dem es früher aber auch schon das Gegenstück B747 gab, die ungefähr gleichviel (gleich viel?) Kerosin/Meter verbrannte.
Bleiben also als "Verursacher" die Gesamtmenge des in großer Höhe ausgestoßenen Wasserdampfes - und die Klimaerwärmung. Und beides sind Erklärungen, die ich nicht für harmloser als "Chemtrails" halte.
Nachdenkliche Grüße
Der Schlaubi