Da gibts einen Trick
...ist, wenn man in Dänemark gemeldet ist, verboten
Sonst: Fahrzeug eingezogen + Strafe!
Inwiefern das tatsächlich umgesetzt wird, weiß ich allerdings nicht.
Dasselbe ist auch in jedem anderen EU-Land offiziell verboten, besonders in den Staaten, die von der versteckten Einfuhrsteuer profitieren, wie in Österreich und Rumänien.
Wie es als Privatperson geht, weiß ich nicht, bei uns gilt der Firmenmodus. Als Privatperson hat man das Recht, so ein ausländisches Fahrzeug maximal drei Monate im Land zu benützen, dann muss man es im Land anmelden.
Manche finden dann die Version, dass sie eben genau drei Monate fahren, dann fährt es drei Monate der Schwager, dann drei Monate der Bruder, und dann wieder der vorherige, - ich weiß es nicht genau.
Bei uns ist es einfach: Die Mutterfirma ist in RO (könnte auch Österreich oder Dänemark sein), und die Tochterfirma ist in BUL. Die bulgarische Firma ist Eigentümer der Fahrzeuge und vermietet diese zu ganz speziellen Konditionen jemanden aus dem EU-Bereich, - zufälligerweise der Mutterfirma. Niemand kann einem in der EU vorschreiben, von wo man Waren kauft oder Dienstleistungen bezieht. Ich kann auch ein Auto von einer Firma aus Finnland mieten, wenns mir Spaß macht, kann mir einen Fensterputzer als Firma aus Portugal kommen lassen.
Es existiert ein ordentlicher Mietvertrag, auf ein Jahr, allerdings zu speziellen Konditionen: Ganz niederiger Mietpreis, wo nur die Abschreibung, Steuer und Versicherung in BUL abgedeckt wird, - also in BUL gar kein Gewinn entsteht. Im Vertrag steht aber drin, dass sich der Benützer, weil es ein Billigtarif ist, sich um sämtliche Instandhaltungsmassnahmen wie Service und auch Reparaturen in eigener Finanzleistung kümmern muss. Dadurch hat man die Legitimation, sämtliche Fahrzeugkosten im Benutzerland steuerlich geltend zu machen, einschl. natürlich Sprit und Straßenbenutzungsgebühr.
Aus dem Stegreif wirst Du das nicht beantworten können, - es müßte aber in jedem EU-Land so funktionieren. Der rum. Staat verliert dadurch einen Haufen Geld, - wenn er so bescheuert ist, - denn im Normalfall würde ich das Fahrzeug in RO anmelden. Nun kriegen sie nur noch die Straßenbenutzungsgebühr und die Steuer über den Kraftstoff.
Hab noch nie Probleme gehabt, - auch bei Kontrollen. Und die gibt es genügend in RO, neben TV- Aktionen, wo man von der Regierung neue Kampagnen gegen diese BUL-RO- Praxis ankündigt, um die Leute zu verunsichern und ihnen Angst zu machen. Das schaffen sie vielleicht teilweise bei den Rumänen, weil die vor allem Angst haben- aber nicht bei Leuten wie mir, die sich die Gesetze ansehen und dann Bescheid wissen.
Bei Kontrollen lege ich den Mietvertrag vor, der übrigens in kyrillisch geschrieben ist, und von dem die rumänische Polizei kein Wort versteht, - aber sie können nichts dagegen machen. Es gibt kein Gesetz im KFZ-Wesen, wonach man die Papiere des Zulassungslandes in der jeweiligen Landessprache mitführen muss, durch dessen Land man dann fährt.
Noch was als Erklärung, warum ich dieses jährliche Fahren nach BUL zwecks technischer Überprüfung in Kauf nehme: Das, was mich in RO ein Transporter pro Jahr an Steuer und Versicherung kostet, für dasselbe Geld habe ich in BUL genau drei solche Transporter angemeldet. Klingelts?
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