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helmut-1, Siebenbürgen, Samstag, 18.06.2016, 23:10 (vor 3532 Tagen) @ Brauer2442 Views

Das mit den Autos wußte ich nicht. Aber es ist wieder einmal symptomatisch.
Da spricht man von der Zollfreiheit, vom gemeinsamen Markt, - aber bei den Autos, des Mannes liebstes Kind, da hörts auf.

Nun ist da Dänemark keine Ausnahme. Wenn man nach RO ein Auto einführt, dann bezahlt man immer die Gebühr der "prima imatriculare", also eine Art Zollersatz. Bei den Österreichern ist es dasselbe, da heißts "Nova". Weiß nicht, in welchen anderen Staaten das auch noch so ist.

Betrachten wir mal Rumänien, da weiß ich vieles genauer: Rumänien hat mit Brüssel deshalb andauernd Schwierigkeiten, weil es ja gegen den Geist der EU resp. des gemeinsamen Marktes ist. Erst kürzlich haben sie wieder eins auf den Deckel bekommen. Was passiert: Die Steuer wird offiziell abgeschafft, und anstelle dessen etwas erfunden, was dann in die Umweltbelastung oder sonst was hineingeht, - aber immer nur für die Autos, die eingeführt werden. Das wird dann Gesetz, bis es Brüssel wieder kippt. In RO war das schon ein paar Mal der Fall.

Was machen wir: Ich kann ja nicht für einen Transporter 307 oder 308 (die Vorläufer vom Sprinter), die ich als Gelegenheitskauf in D mit wenig km erwerbe (Kaufpreis zwischen 1.000 und 2.000 €), dann zusätzlich 2.500 € an den Staat bezahlen. Deshalb melde ich meine Autos alle in Bulgarien an, - so wie ca. 15- 20 % der Rumänen. Dort ist alles wesentlich unkomplizierter und vor allem preislich niedriger, - es gibt auch keine Steuer beim Einführen des Fahrzeugs. Ein einziger Nachteil existiert, - man muss jährlich einmal dorthin zur technischen Überprüfung. Früher ging das auch "anders", - das ist vorbei. Aber das nehme ich gerne in Kauf.

Für die Nicht-Eingeweihten: DB-Transporter sind auf den rumänischen Straßen, die ja außer den Transitstrecken noch ihrer Renovierung harren, die dankbarsten Fahrzeuge, weil sie viel aushalten (Fahrwerk, Verschleißteile). Allerdings nur die älteren Modelle, die neuen sind auch schon auf baldiges "Kaputtgehen" fabriziert, - wie bei so vielen Automarken. Mein erstes Auto (ein 190er Daimler, der mit den Flossen) hatte noch 1 mm Blech an der Karrosserie. Kann man heute vergessen. Aber das nur am Rande.

Weiß jemand was, wie das in anderen EU-Ländern funktioniert? Kann man da problemlos ein Auto ohne zusätzliche Abgabe einführen und anmelden?


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