Warum die Tochter vermutlich überschreiben will...
Hallo Sylvia,
> So und heute nun kam besagte Tochter und setzte ihre Eltern massiv unter
[quote]Druck, sie mögen ihr doch die Solaranlage überschreiben – sie bekämen
im Gegenzug auch monatlich das, was die Anlage bisher erwirtschaftet hat,
aufs Konto überwiesen. Es würde alles für beide Seite so viel einfach
machen, hätte nur Vorteile für das alte Paar usw. usf. Nur: Besagte
Tochter hat sich bisher nicht gerade durch Gutmütigkeit oder
Uneigennützigkeit ausgezeichnet. Meinte Tante wurde deswegen gleich
stutzig. [/quote]
Was ich vermute:
- Tochter möchte Anlage übernehmen, und Eigentümer und Betreiber werden
- der erzeugte Strom soll zum Eigenverbrauch genutzt werden, macht Sinn! (ich vermute die Tochter hat einen Gewerbebetrieb?)
- Überschuß wird eingespeist
- damit zahlt sie für den selbsterzeugten und eigenverbrauchten Strom keine EEG-Umlage, damit spart sie richtig Geld
- da die Einspeisevergütung nur vom Datum der Inbetriebnahme abhängt, erhält sie den damaligen Satz
- sie zahlt ihren Eltern einen äquivalenten Betrag, was diese bisher als Einspeisvergütung erhalten haben, für die Eltern also kein Verlust. Im Gegenteil, sie würden die Umsatzsteuer "sparen", da die Zuwendung der Tochter ja keine Einkünfte aus Gewerbebetrieb (wie die Einspeisevergütung) sind.
- bei Gewerbebetrieb kann die Tochter die Betriebskosten der Anlage + Versicherung etc. als Betriebsausgaben abgesetzt werden
--> das ist insgesamt erstmal keine schlechte Idee, sollte aber vertraglich fixiert werden. Ich würde einen Anwalt oder Notar hinzuziehen.
> (1) Ich dachte bisher immer, die Anlage wäre quasi eh schon im Besitz
[quote]ihrer Tochter, da sie fest auf ihrem Dach verbaut ist. Oder täusche ich
mich da?[/quote]
Das hängt davon ab, was damals bei der Überschreibung vertraglich vereinbart wurde.
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Was auch gehen würde:
Anlage überschreiben und zurückmieten, damit bleibt der Betreiber gleich, die Eltern würden dann nach wie vor die Einspeisevergütung erhalten.
Das würde sich insbesondere dann anbieten, wenn die Einspeisevergütung bei Betreiberwechsel verringern würde (was ich aber nicht denke...)
Rainer