Stimmt vieles dran, leider
pAVK oder auch generalisierte Arteriosklerose bei Diabetes und
Bluthochdruck und Rauchen.
Ja, da wird scheibchenweise wegeschnippelt, was der Angiologe nicht retten
konnte.
Was da heute alles balloniert und thrombarterektomiert wird bevor etwas
Nekrose abgetragen wird.Diskussionen von Laien sind manchmal lustig, manchmal traurig.
Für mich nachvollziehbar, - geht mir in meinem Beruf genauso. Hab deshalb überhaupt nichts dagegen, wenn man sich in dem Bereich, wo ich nicht beschlagen bin wie hier, dann über mich lustig macht. Mein Vorteil: Meistens profitiere ich ein paar Gramm an Wissen bei derartigen Gesprächen.
Die meisten Ärzte bieten die Therapie an, die die Leute wollen.
Nämlich die, bei der die Menschen weiter fressen, rumsitzen und rauchen
können.Sagt ein Arzt.
Meine täglichen Umstellungsvorschläge zu Bewegung, kohlehydratarmer
Ernährung, Nikotinstopp etc - die meisten wechseln lieber den Arzt.
Diese Erfahrung mache ich auch als Laie. Leider Gottes stimmt das viel zu oft, und die Leute kapieren nicht die Zusammenhänge. Gehörte auch mein eigener Vater dazu. Zigarette oder das Bein, - war die Wahl seines Arztes. Er gab das Rauchen auf, und sagte, dass er auf den Arzt gehört hatte. Dafür begann er zu schnupfen. Dass da genauso Nikotin drinnen ist, ignorierte er vehement.
Auch hier in der Nachbarschaft ist einer, dem sagte der Arzt, er solle doch eine Zeit lang nur die Hälfte fressen und mit der Sauferei aufhören, dann würde er automatisch gesund. Der "Patient" meinte über den Arzt, dass dieser spinne und er sich nach einem "richtigen" Arzt umsehen müsse.
Grade hier in Siebenbürgen sind Lebensformen und Ernährungsweisen an der Tagesordnung, die jedem, der auch nur über Binsenweisheiten der biologischen Zusammenhänge verfügt, den Kopf schütteln lassen. Schon mein regelmäßiges Heilfasten stößt hier auf absolutes Unverständnis (natürlich nur bei denen, die das mitkriegen). Wie kann man bei sowas überleben, - wenn man zwei Wochen nichts isst, dann ist man doch tot...
Jüngstes Beispiel, an mir selbst ausprobiert (vielleicht auch eine Art der Erklärung für meine Skepsis gegenüber den Herrschaften in Weiß):
Letzte Weihnachten habe ich mir was am Knie zugezogen, einen mechanischen Faux pas, der zur Folge hatte, dass ich mich nur noch mit Krücke und Schmerzen fortbewegen konnte. Meinem Naturell gemäß gehe ich wg. sowas nicht gleich zum Arzt, sondern warte erst mal ab, ob sich das Problem nicht von selbst erledigt, auch mit Hilfe von Zusätzen (Eincremen mit Produkten wie Kampfer, Beinwell, etc.). Natürlich setze ich mir da eine Frist von 2 - 3 Wochen der Selbstbeobachtung. Wird auch (um der Wahrheit die Ehre zu geben) damit zusammenhängen, dass ich nicht versichert bin, weil ich nie krank bin.
Da der Erfolg äußerst mäßig war, ließ ich vom Knie eine MR machen (kostet hier ca. 100 €, einschl. Facharztbeurteilung). Damit ging ich zu verschiedenen "Spezialisten", die sich mit dem Bewegungsapparat des Menschen beschäftigen. Chiropraktiker bis Orthopäde, - alles machte ich durch, hörte mir alles an und bildete mir meine Meinung. Unnötig, zu sagen, dass die Orthopäden in seltsamer Übereinstimmung immer nur die Operation als Lösung sahen, - sowohl in Rumänien als auch in Österreich. Wobei mich in Österreich geärgert hatte, dass der Herr Chefarzt der orthopädischen Abteilung eines Krankenhauses auch beim Privatpatienten erst nach 10 Tagen einen Termin zur Untersuchung freihatte. O.k., ich habe einen anderen dafür gefunden.
Nach den vielen Meinungen zeichnete sich ungefähr eine mögliche Marschrichtung ab. Frage, wer das dann macht. Durch einen Hauptkunden bin ich zu einem Sportmediziner in Rumänien rekommandiert worden, der zwar relativ jung war, aber in gutem Ruf stand. Schließlich betreute er auch eine renommierte Fußballmannschaft, da muss er schon was drauf haben. Der erste Untersuchungstermin übrigens bereits am nächsten Tag.
Für den Mann war der Fall klar (Seitenbänder, Knorpel, Innenmeniskus). Erklärte mir seinen Behandlungsweg, der eine Vielzahl von Maßnahmen enthielt, - aber ohne Operation. Drei Aktionen mit Infiltrationen durch irgendwelche teuren Essenzen aus Österreich, davor irgendwelche Flüssigkeiten aus dem Knie herausgezogen, durch Physiotherapie verschiedene elektrische Apparate täglich ans Knie, zwei Wochen lang (weiß nicht, wie die Dinger heißen), Krücke, tagsüber Tragen der Orthese mit irgendeiner Gradeinstellung, und vor allem völlige Ernährungsumstellung. Kein Fleisch, nur verschiedene Gemüsearten, Alkohol beschränkt auf 1 - 2 Gläsern Weißwein pro Tag, auf keinen Fall Bier oder Spirituosen. Dazu viel Ruhe (was eher theoretischer Natur war, - ich muss ja meine Leute beaufsichtigen).
Fest steht, er sagte mir, - wenn ich das alles einhalte, dann garantiere er mir, dass ich im kommenden Winter wieder Schifahren könne (da bin ich 65). Hat mich beeindruckt, - hab auch alles gemacht, was er sagte, - anscheinend hatte er recht. Seit einem Monat bin ich schon wieder fleissig auf dem Fahrrad unterwegs. Nachkontrolle mit neuem MR, - alles o.k. Kostenpunkt für alles zusammen (inkl. 2 x MR) ca. 600 €.
Stellt sich die theoretische Frage, wie es mir ergangen wäre, wenn ich mich unters Messer gelegt hätte. Kann man nur mutmaßen, ob ich zum selben Zeitpunkt Fahrrad gefahren wäre. Mit Sicherheit hätte ich einiges an Euro mehr hingelegt.
Mein Fazit: Es ist gut, wenn man auch als prinzipiell Gesunder Ärzte kennt, die was draufhaben und noch richtige Ärzte sind. Was ich mit meinen Ausführungen nur klarmachen wollte: Den richtigen Arzt für die richtige Diagnose mit der richtigen Therapie zu finden, das ist heutzutage die Nadel im Heuhaufen.
Jeder Mensch sollte erst mal sein Hirn einschalten, wenns wo klemmt. Meistens ist er selbst schuld an den Erscheinungen, und kann so manches selbst abstellen. Wenn man natürlich wg. jedem Mist zur Praxis rennt und sich bei jeder Erkältung Antibiotika reinzieht, dann ist einem leider nicht zu helfen.
Wenn man aber den richtigen Arzt gefunden hat und dann die Anweisungen z.B. auf Ernährungsumstellung, Bewegung etc. ablehnt, dann ist man ein Depp und so jemanden gehört überhaupt nicht geholfen.
Gute nachtPS: so ne Eiterwunde gehört geputzt, fertig! Siehe @Gaby
Da braucht man nicht drüber zu diskutieren. Ob Arzt oder geübte und erfahrene Krankenschwester, - aber geputzt und desinfiziert sowie mit einer Wundcreme versorgt (da gibts natürlich verschiedene Evangelien), das ist das Erste, - ohne wenn und aber. Allerdings war ich der Meinung, dass dieses Schadbild an der Wunde "nach" und "trotz" der Erstbehandlung aufgetreten ist. Siehe meinen letzten Kommentar:
Grundsätzlich bei so etwas erst mal den Facharzt konsultieren (ich war der Meinung, dass das bereits - erfolglos - getan wurde)