Was ich nicht verstehe: Was spricht eigentlich gegen eine ordentliche, chirurgische Wundversorgung?

Gaby, Freitag, 10.06.2016, 12:54 (vor 3540 Tagen) @ n0by2279 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.06.2016, 13:00

Moin,

ich hätte mal eine Frage, auch an alle, die hier so ihre Tipps abgeben. Was spricht eigentlich gegen eine ordentliche, chirurgische Wundversorgung? Ich meine, Skepsis gegen Schulmedizin, Pillen etc - alles zugestanden und in den meisten Fällen auch mehr als angebracht und richtig.

Aber Wundversorung? Warum gehst Du mit einer Wunde, die offenbar nicht regelhaft heilen kann, nicht zu einem Arzt? Die Wunde hat ein Problem, sonst wäre sie nicht schon so lange da und würde - trotz teilweise Schließung - noch eitern. Möglicherweise holst Du Dir da ein viel größeres Übel ins Haus. Unter Sauerstoffabschluß, da feiern so manche Keime wahre Feste. Noch nie was von Wundbrand gehört?

Unsere Altvorderen kannten den - und gingen damit deshalb mit Wunden auch zum Arzt. An guter Chirurgie (die eben nicht nur schneidet sondern auch Fachdisziplin für Wunden ist) ist doch nun wirklich nichts auszusetzen. Warum begibst Du Dich selbst in Gefahr mit diesen an dieser Stelle doch nun wirklich mehr als fragwürdigen Behandlungsmethoden?

Die Wunde gehört fachmännisch inspiziert, ggf. revidiert, antiseptisch behandelt (und nicht mit irgendwelchen Kräutern) und fachgerecht verbunden, incl. Verbandswechsel.

Alles andere ist Zauberkram.

Und ich schreibe das hier nur, weil sonst wieder vielleicht Mitleser auf den Gedanken kommen, beim nächsten Mal das auch so zu probieren. Leute, das Mittelalter war schön. Aber in einige Schritten sind wir medizinisch echt schon weiter.

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci


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