Anmerkung

helmut-1, Siebenbürgen, Freitag, 10.06.2016, 20:21 (vor 3541 Tagen) @ twc-online1982 Views

Zu dem Ausspruch:
Wenn eine Wunde eitert, sollte schnell versucht werden, die Ursache zu finden und diese zu beheben. Wenn ich das nicht kann, sollte ich zu einem Arzt gehen, der das kann.
Generell richtig. Das Problem: Viel zu viele Mediziner sind nur noch Focus-Mediziner. Sie sehen die Dinge nur noch aus ihrer Blickrichtung. Der beste Mediziner ist der ehrlichste. Nämlich der, der sich erlauben kann, zu sagen, - hier komme ich nicht weiter, - ich muss Sie zu einem anderen Fachkollegen verweisen.

Das nächste Problem: Solche Worte sind die absolute Ausnahme. Jeder Weißkittel meint, irgendwas diagnostizieren zu müssen, und wenns der größte Blödsinn ist. Klar meint man, dass eine eiternde Wunde doch kein unlösbares Problem darstellen sollte, gerade nicht für einen Chriurgen. Sollte es auch nicht.

Ich will jetzt daraus keine Philosophie machen, aber so eine Wunde kann man in 70% der Fälle "mit links" erledigen. Verbleiben die anderen 30%. Der Mediziner, der bei diesem Gehalt sich die Mühe macht, nachzuforschen, der mutiert vom Mediziner zum "Arzt", was eigentlich nur mehr die wenigsten sind, nämlich die Ausnahmen. Der forscht dann nach, warum man trotz Säuberung und Desinfizierung der Wunde, und obwohl man nichts im "Durchblick" erkennen kann (Durchblick = Röntgen, Ultraschall, CT, MR), das Ding nicht zubekommt.

Dann wird alles überprüft, natürlich die Blut- und Urinwerte, (kann ja auch Zucker sein) und versucht, das Hirn einzuschalten. Der Patient, der sich darauf verläßt, dass das sicher jeder Mediziner macht, der ist bereits verlassen. Die wenigen Herrschaften in Weiß, auf die ich noch was gebe, sind die, die an mir nichts verdienen. Freunde, gute Bekannte, manchmal auch meine Kunden. Da ich viele Einzelheiten kenne, auch so manche hinter den Kulissen, mache ich den Beschäftigten in der Medizin gar keinen regelrechten Vorwurf, - sie sind oftmals nur arme Schweine des Gesundheitssystems. "Hopp and go", so wird man heute Mediziner.

Der Chrirurg ist in erster Linie Spezialist dafür, dass er was fachgerecht wegschneidet, - nicht etwas fachgerecht beläßt. Solange ausputzen, verbinden und Antibiotika geben keinen Erfolg zeigt, dann kommt die Maßnahme des Schnippelns. Weil es lt. Chirurgie sein muss, um nicht andere Gewebe zu zerstören.

So passierte es, dass in meiner Verwandtschaft Leute mit Durchblutungsstörungen am großen Zeh letztlich im Schnippelverfahren ihr ganzes Bein verloren haben. Am Schluß durch die ganzen Operationen auch ihr Leben. Wenn man mir erklären will, dass bei der Durchblutungsstörung am großen Zeh nur die Schnippelei übrigbleibt, dann kann man mir auch gleich mitteilen, dass ich von biologischen Zusammenhängen Null Ahnung habe. Kann ja durchaus sein, - ich bin ja kein Mediziner, sondern nur ein einfacher Gärtner, - aber doch jemand, der sich mit lebenden Objekten auseinandersetzt.

Bei meinem eigenen Vater war ich mehr dahinter. Auch hier sollte wegen einer offenen Wunde am Schienbein geschnippelt werden. Klar war ich dagegen. Alles Mögliche haben wir probiert, bis man endlich mit der Wassertherapie zum Erfolg kam, und die Wunde nach einiger Zeit verheilte. Jahre danach ist er verstorben, aber mit allen vollständigen Gliedmaßen.

Mein persönliches Fazit: Grundsätzlich bei so etwas erst mal den Facharzt konsultieren (ich war der Meinung, dass das bereits - erfolglos - getan wurde), aber mit vollem Verstand dabei sein, und nicht alles gleich für bare Münze nehmen. Im Zweifel andere Fachärzte einschl. Heilpraktiker konsultieren, - das kann manchmal lebensrettend sein.

Fest steht, dass man im Alter ab 60 auch derlei Verletzungen nicht bagatellisieren sollte, weil irgendwann die natürlichen Abwehrkräfte nachlassen. Ich z.B. verletze mich fast täglich am Bau (kleine blutende Wunden) und habe seit über 30 Jahren keine Tetanus mehr erhalten. Aber genau dadurch habe ich soviele natürliche eigene Abwehrkräfte in mir, dass ich eben keine Tetanus benötige.

Das trifft aber nicht für einen Rentner zu, der sich im sauberen Wohnmobil im ungefährdeten Medium bewegt. So einer braucht nun mal eine Tetanusspritze mit der Auffrischung alle 5 Jahre. Von wo soll denn so einer die natürlichen Abwehrstoffe produzieren? Ist doch logo. Sollte er als Rentner im Pferdestall ausmisten, dann erst recht. Wenn man halbwegs informiert ist, dann weiß man, dass das Tetanus-Bakterium "Clostridium tetani" vornehmlich im Pferdemist vorkommt.


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