In den frühen 80ern bis 2000

NST ⌂, Südthailand, Mittwoch, 01.06.2016, 07:01 (vor 3547 Tagen) @ Fidel3371 Views

Hallo,
In den frühen 80ern bis 2000 war das eine sehr gute Option - mit der Rente im (fernen) Ausland zu leben. Die D-Mark war recht stark, die Lebenshaltungskosten auf D-Mark Basis z.B in Schwellenländern relativ niedrig. In dieser Zeit liefen in der BRD die Frühverrentungsprojekte - z.B im Bergbau, danach waren die Automobilkonzerne dran, die ältere Stammbelegschaft auf Steuerzahlerkosten in spezielle Frühverrentungsprojekte zu überführen. Bei der Post lief das gleiche Spiel. Hierzu ein Rückblick. Ein grosser Teil dieser Gruppe führte im Ausland ein Leben wie Gott in Frankreich und das machte auch die Runde.

Zwischenzeitlich haben sich die ganzen Parameter verändert. Die Lebenshaltungskosten in den ehemaligen Rentnerparadiesen sind extrem gestiegen, die nachfolgenden Neurentner haben aber immer geringere Renten und Abstandszahlungen für vorzeitigen Ruhestand sind heute überhaupt nicht mehr vorstellbar. Die geweckten Träume der Zuspätgeborenen sind aber so gut wie unverändert geblieben, sie sind immer noch in dem Glauben, dass wenn sie in Rente gehen damit im Ausland leben zu können. [[freude]]

Für den Rentner mit einer klassischen Durchschnittsrente ist das aber ein Utopie, denn die Serviceleistungen die er erwartet sind nicht umsonst und krankenversichert ist er auch nicht, wenn er den EU Raum verlässt. Ohne hohe Rücklagen ab 100k Euro aufwärts plus Rente, gibt es mit grosser Wahrscheinlichkeit ein böses Erwachen ....

Selbst die Rentner kehren voraussichtlich wieder heim, wenn das Geld zu
Ende ist und das Leben noch lange dauert.
Das Geschäftsmodell im Alter zu gehen, war eines der verschwindenden BRD.

...und das Ferienhaus im Ausland ist kein Auswanderungsmodell.

absolut korrekt - wir dürfen uns aber daran erinnern an die goldenen Rentnerjahre ... ein paar leben ja noch [[top]]
Von einem Haus alleine kann man eben nicht leben und gibt es Probleme mit den Transferleistungen ist sehr schnell Schicht im Schacht

Auswandern heißt gehen, alle Verbindungen kappen und im Alter in der
neuen Heimat bleiben.

Das sollte eigentlich jedem klar sein. Wer mit 6x Jahren dann noch eine neue Sprache erlernen muss, hat sich viel vorgenommen. In Touristendestinationen in Thailand zu leben mit einer heutigen Durchschnittsrente aus D (ich setzte jetzt einmal 1000 Euro an), da gehört man schon zur Unterschicht, man stellt sich auf eine Stufe mit den Arbeiterhorden aus dem armen Nordosten Thailands. Der Durchschnittsverdienst in TH ist aktuell bei ca. 12.000 Baht ca. 350 Euro. Ein Ausländer braucht ein mehrfaches davon - besonders in den bevorzugten Spassregionen. Sollte er ernsthafter erkranken, ist er sofort finanziell unter Wasser ..... Die Grundversorgung im Krankenhaus ist für Thais derzeit so gut wie kostenlos - aber nicht für Ausländer. Hier ist eben alles Entscheidende genau anders herum als im Land der Dichter und Denker.

Wer packt das von jenen, die sich jetzt nicht zur Oppositionen bekennen trauen?

Niemand, denn er lebt in einer Traumwelt. Die Probleme sind heute ganz anderer Natur. Raketenforscher und hochqualifizierte Zuwanderer haben sich mit an den Tisch gesetzt und verlangen Speis, Trank und Unterkunpft, also das komplette Rundumsorglospaket auf Kosten des Steuerzahlers, eingeladen wurden sie von der gewählten Regierung.

Jetzt liebe Baby Boomer - jetzt müsst ihr euch entscheiden, gehen oder bleiben.
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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