Ein Beitrag zur QS - Die physikalische Idee des Gravitationskonverters für Mechaniker

nvf33, Dienstag, 08.03.2016, 15:10 (vor 3628 Tagen) @ Plancius2707 Views

Nochmals vielen an Plancius für seinen Beitrag und den Mut, ihn hier öffentlich zu machen. Ich bin selbst Physiker, aber trotzdem kann ich nicht sicher wissen, wieviel an Deiner Geschichte dran ist. Was ich aber kann, ist mit gutem Willen das Prinzip des Gravtationskonverters nachzuerzählen. Denn Deine Weblinks machen das m.E. nicht so sehr durchschaubar. Und HansMuc hat ja dankenswerter Weise schon die Formeln beigesteuert, aber er hat noch nicht die "deutungsweichen" Anteile des Aufbaus klargelegt. Kurz: Er hat nichts zum Prinzip der energetischen Rückkopplung gesagt.

Jede Maschine beruht auf einer Rückkopplung, jede konventionelle und auch jede visionäre. Die Gretchenfrage ist, inwieweit die Maschine ihre Rückkopplungspfade abnutzt. Dazu kann aber keine ehrliche Theorie etwas beitragen, weil eine Rückkopplung eine Nichtlinearität bedeutet, und eine Nichtlinearität mit der Zeit u.U. erheblich anwachsende mathematische Unbestimmtheit.
Man kommt dann dazu, das man Funktionsweisen nur plausibilisieren kann, oder eben mit Schema-Argumenten ablehnen kann. Besser geeignet ist das Experiment. Aber auch dort wird man niemals die Fiktion "freier Energie" sehen, aus dem einfachen Grund, weil in der Zeit sich alle Dinge wandeln und altern. Man kann aber überraschend saubere Rückkopplungen sehen. Das Ausmaß der Überraschung ist eine sehr subjektive Sache - die im Mittelfeld geringer ausfällt als an den sehr schlauen und sehr schlichten Extremen.

Zur Rückkopplungsidee also des G-Konverters, ausgehend von dieser Zeichnung. Es geht mir darum, die Idee klarzumachen, nicht die experimentellen Details.
Rechts ist ein Wasserbehälter W, und links der Schwimmer S in einem Eimer E, die beiden verbunden durch den Aufhängestab L, der etwas mehr bei S in LW und LS geteilt ist. Der idealisierte Ablauf:

A) W ist gefüllt und im Gleichgewicht mit W, L ist horizontal

B) W entleert sich in E (über einen raffinierten Mechanismus, der in der Prinzipskizze fehlt),

C) E erfährt einen Auftrieb durch das einlaufende Wasser, so dass S aufsteigt und W absinkt (obwohl das Subsystem der Waage an L bei W leichter wird!)
L kippt nach links.

D) W sinkt solange ab, bis E gefüllt ist, und das Wasser aus S wieder zurückläuft in W (wiederum über einen raffinierten Mechanismus, der ebenfalls nicht skizziert ist)

E) Durch das ablaufende Wasser aus E sinkt der Auftrieb von S, dadurch steigt W wieder nach oben bis (oder eben FAST) bis L wieder horizontal liegt.

Die Frage ist nun, wie mechanisch robust und genial man diesen Aufbau hinbekommt, d.h. wieviel Energie aus dem System dissipiert oder eben nicht. Das ist aber keine physikalische, sondern eine ingenieurstechnische Frage. Es ist nicht statthaft für Physiker, Ingenieuren ihre (vermeintlich "gesetzeslose") Raffinesse zu verbieten. Physiker sind keine Priester, und Ingenieure keine Magier (jeweils meistens jedenfalls...)

Aber beide können manchmal richtiger liegen als die mittlere Vorstellungskraft. Ich halte es für eine große Chance, dieser Möglichkeit Raum zu gewähren, und ihn nicht mit dogmatischer Besserwisserei zu bedrohen. Es gibt nichts Besseres, als Spinner dosiert ernst zu nehmen. Die echten Spinner werden nämlich kleinlaut, wenn sie merken, dass sie sich nicht mehr hinter der Ablehnung ihrer Umwelt verstecken können. Widerrede bewirkt das Gegenteil.

Grüße
nvf33


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