es klemmt an einigen Stellen

nereus, Samstag, 20.02.2016, 18:25 (vor 3642 Tagen) @ Leserzuschrift2906 Views

Hallo Rotti!

Vielen Dank dafür, daß Du Dich hier in die Diskussion einklinkst.
Ich hatte von Beginn ein komisches Gefühl bei diesem „Unfall“, der auch ein Anschlag durch technische Manipulation gewesen sein könnte.

Du schreibst: Das Funkloch war der letzte Sargnagel in einer Kette von unglaublichen Fehlern. Und ob überhaupt der "Notrufknopf" gedrückt wurde, ist der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft hat zu wenig Fachwissen, und die Ermittlungen des Eisenbahn-Bundesamtes dauern noch eine Zeit lang.

Nichtsdestoweniger streute man von Beginn an das Gerücht, daß der Fahrdienstleiter Schuld sei. Wenn so früh die Medien die Richtung vorgeben, macht mich das meistens stutzig. Ähnlichkeiten zu anderen Katastrophen und anderen Verkehrsmitteln halte ich daher nicht für zufällig.

Bei einem solchem Unfall werden zunächst sämtliche Unterlagen auf dem Stellwerk sichergestellt, ebenso die "black boxen". Deren Auswertung ist schnell geschehen. Die Schwierigkeiten beginnen bei der zeitlichen Zuordnung. Hier muss sekundengenau zugeordnet werden. Alle Beteiligten werden sich zunächst in Schweigen hüllen. Das Thema ist unheimlich komplex.

So ist es.

Es ist einfach noch zu früh, Vermutungen anzustellen.

Nein, denn vermutet wurde medial bereits am Tag der Katastrophe und es wurde eine Spur zum Fahrdienstleiter gelegt.
Daher nehme ich mir das Recht ebenso zu vermuten und ich stelle mich in solchen Fällen meistens auf die Seite der angeblichen Täter, weil diese Menschen nie eine Lobby haben und den tragischen „Vorfall“ oftmals mit ihrem Leben bezahlen müssen.
Ich kann zwar technisch wenig bis nichts beitragen, doch solche “Unfälle“ haben ihre speziellen Details, die man aber nur findet, wenn man sich ein wenig näher mit der Sache beschäftigt.

Los geht’s.
Da gab es anfangs einen Vermißten, der sogar tot geborgen worden sein soll, der später jedoch nicht mehr vermißt wurde.
Und so gestaltete sich dazu die Historie.

Am Unglückstag gab es um 9.25 Uhr 8 Tote und 150 Verletzte.
Die Polizei ist immer etwas später dran, was erklärbar ist und diese bestätigte zunächst 4 Tote.
Nach 12 Uhr bestätigte auch die Polizei 8 Tote, 18 Schwerverletzte und 90 Leichtverletzte.
Kurz nach dieser Meldung wurde ein Toter Nr. 9 geborgen.
Eine halbe Stunde wurde dann noch ein Vermißter gemeldet und gegen 13.40 Uhr dann sogar zwei Vermißte.
..
Kurz vor 15 Uhr wurde dann wieder nur eine Person vermißt und deren Prognose war schlecht, weil sie wohl noch immer im Zug eingeklemmt war.
Ob es sich um einen Meridian-Mitarbeiter handelte, konnte die Polizei nicht bestätigen.
..
Kurz nach 17 Uhr wird ein 10. Todesopfer vermeldet. Es war ein Schwerstverletzter, der im Krankenhaus verstarb und der Vermißte wurde immer noch vermißt.
In der gleichen Meldung wurden wieder 18 Schwerverletzte gemeldet.

Mag sein, daß ich hier ein wenig zu pingelig bin, aber wenn bei 18 Schwerverletzten einer stirbt, dann verbleiben noch 17 Schwerverletzte.
Möglicherweise wurde das bei der Bearbeitung der viele Meldungen übersehen.
Nicht mehr durchgehen darf aber dann folgendes.

UPDATE 6.40 Uhr: Suche nach Vermissten wird fortgesetzt
Nachdem die Suche nach dem letzten Vermissten am Dienstagabend wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, soll diese gleich zu Tagesbeginn fortgesetzt werden. Die Hoffnungen, diese Person lebend zu finden, sind aber mehr als gering. Radio Charivari berichtet, dass es sich bei dem letzten Vermissten um einen Mitarbeiter von Meridian handeln soll.
..
UPDATE 7.02 Uhr: Nun sind es elf Tote
Das Polizeipräsidium teilte am Mittwochmorgen laut n.tv mit, dass nun ein elfter Mensch tot aufgefunden wurde. Es handelt sich um die vermisste Person.
..
UPDATE 7.19 Uhr: Leiche noch nicht geborgen
Auf Anfrage von rosenheim24.de beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd hieß es, dass die Medienberichte von einer gefundenen elften toten Person nicht bestätigt werden können. Man gehe aber davon aus, dass man die vermisste Person tot in den Zugtrümmern finden werde. Das sei aber noch nicht passiert.
..
UPDATE 8.50 Uhr: Doch kein Vermisster mehr
Bislang meldete die Polizei, das zu den zehn Todesopfern noch immer ein Mensch in den Trümmern vermisst wird. Zwischenzeitlich meldete n.tv am Mittwochmorgen, dass nun ein elftes Todesopfer gefunden wurde, was uns das Polizeipräsidium nicht bestätigen konnte. Nun heißt es: Es könnte doch bei zehn Opfern bleiben.
Nach neuesten kriminalpolizeilichen Ermittlungen muss derzeit auch nicht mehr davon ausgegangen werden, dass noch Personen vermisst werden, teilte das Polizeipräsidium soeben mit.

Quelle: http://www.rosenheim24.de/rosenheim/mangfalltal/zugunglueck-bei-bad-aibling-ere653400/a...

Das darf ja wohl nicht wahr sein.
Dies kann man nur mit Manipulation erklären, denn schlüssig ist so etwas keinesfalls, selbst wenn Information nur ungenügend vorliegen.
Interessanterweise drehte es sich vermutlich um einen Meridian-Mitarbeiter.
Ich kann diese Information noch nicht in den Ablauf an sich einordnen, aber hier klemmt es ganz gehörig.

Es wackelt aber auch anderswo.
Am 10.02. erfahren wir auch kurz vor 10 Uhr, daß NIEMAND mehr in Lebensgefahr sei.

UPDATE 9.55 Uhr: Kein Verletzter mehr in Lebensgefahr
Laut dem BR schweben die Verletzten glücklicherweise nicht mehr in Lebensgefahr. Damit scheint es bei den zehn Todesopfern zu bleiben, die am Dienstag geborgen wurden. Entgegen der gestrigen Meldungen, wird doch keine weitere Person mehr vermisst.

Ich will das nicht so hoch hängen, weil es bei Schwerverletzten immer wieder zu Komplikationen kommen kann, doch andererseits könnte die Meldung im Kontext der anderen Merkwürdigkeiten von Bedeutung sein.

Gegen 14 Uhr war dann der Gesundheitszustand einiger Schwerverletzter nach wie vor ernst.
Also, erst alle über’m Berg und dann wieder nicht.
Einen Tag später (11.02) lesen wir dann dies.

UPDATE 8 Uhr - Meridian-Mitarbeiter wichtigster Zeuge?
Der Bayerische Rundfunk berichtete soeben von Gerüchten, nach denen der wichtigste Zeuge für die Ermittler der Kriminalpolizei offenbar ein Mitarbeiter des Meridian sein soll, der als Fahrgast im Zug saß und bei dem Crash schwer verletzt wurde. Deswegen sei der Mann bis dato noch nicht vernehmungsfähig gewesen.
Das wollte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage von mangfall24.de jedoch ausdrücklich nicht bestätigen und verwies auf laufende Mitteilungen.

Quelle: http://www.rosenheim24.de/rosenheim/mangfalltal/bad-aibling-ort28271/aibling-live-ticke...

UPDATE 17.15 Uhr - Unglück fordert elftes Todesopfer
Es gibt leider doch noch ein Todesopfer zu beklagen! Am Nachmittag erlag ein 47 Jahre alter Mann aus dem Landkreis München in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Das hat soeben die Pressestelle der Polizei bekanntgegeben.

Wie gesagt, das ist nicht unmöglich, aber es verstärkt die Zweifel, daß hier etwas faul sein könnte. Der 11.Tote ist nämlich der potentielle Zeuge – ein Lokführer - und der wäre enorm wichtig bei der Klärung des Falles gewesen.

Das ist natürlich alles nicht gerichtsfest, aber die Kleinigkeiten gewinnen in Summe an Gewicht.

"Da muss etwas in dem Kollegen abgelaufen sein, was ihn dazu veranlasst hat, diese besondere Handlung zu vollführen", so Seeger in dem knapp fünf Minuten langen Gespräch mit Marietta Slomka. Denn, so stellt der jetzige Chef des Infrastrukturunternehmens "Tegernsee-Bahn" klar: Einfach sei es nicht, ein solches Ersatzsignal auszulösen. "Da muss man schon bestimmte Handgriffe mehr machen." Schließlich handle es sich um "besondere Schalter, besondere Taster" und eine "besondere Handlung".

Quelle: http://www.rosenheim24.de/rosenheim/mangfalltal/bad-aibling-ort28271/ex-bob-chef-heino-...

Warum hat der Fahrdienstleiter so reagiert, wie er reagierte?
Wegen lächerlicher 4 Minuten?
Und warum hat er die Lokführer über die speziellen Umstände zuvor nicht informiert?
Das war doch keine Routine-Aktion sondern ein absoluter Ausnahmefall im Tagesbetrieb.
Wenn er die dann via Funk nicht erreicht hätte und er hätte nicht eingegriffen, wäre außer der Notbremsung auch nichts passiert.
Aber es soll ja genau andersherum gewesen sein.
Erst hat er das Ersatzsignal ausgelöst und dann versuchte er zu telefonieren.
Jetzt kommt noch das Funkloch dazu.
Hier ist noch nichts geklärt.

mfG
nereus


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