Mehrstufen Selbstverteidigungsplan von mir

Piter, Samstag, 13.02.2016, 19:51 (vor 3652 Tagen) @ Bernadette_Lauert5824 Views

Hi Bernadette,

ich habe einen mehrstufigen Verteidigungsplan entwickelt und wende ihn an, je nach Gefahrensituation.

1.) Hund oder zwei
Wenn möglich spaziere ich mit einem Hund an meiner Seite. Empfehlenswert sind treue Hunde, die Beschützerinstinkt haben. Wie z.B. der Schäferhund, in entsprechender Grösse. Mit den "aggressiv" aussehenden Hundearten wie Pitbull etc. habe ich keine Erfahrung. Wenn der Hund zu aggressiv aussieht, dann könnte das die Angreifer evtl. auch provozieren?

Ich kann mit den meisten Hunden gut umgehen. Das Problem meiner Hunde ist nur, dass sie so friedfertig sind, dass ein aggressiver Schrei schon ausreicht, um sie etwas zu verängstigen.

Doch der optische Abschreckungseffekt dürfte vorhanden sein.

Ein potenzieller Angreifer sucht sich seine Opfer meistens vorher aus und mit 1-2 Hunden ist das evtl. eine kleine Abschreckung?

2.) Körperbau - Daran arbeite ich gerade. Ein paar Muskeln und anständiger Körperbau oder entsprechender "Freund", schrecken evtl. auch etwas ab. Meistens werde ich bspw. von Zigeunern nur angesprochen, wenn ich allein unterwegs bin. Sind Frau und Hund dabei, lassen die uns meistens in Ruhe.
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Ob man sonst noch was tun kann, um Gefahrensituationen zu verkleinern, weiss ich nicht. Ausser den allgemeinen Grundsätzen bspw. gehe ich hier nach 21 Uhr nur selten und schon gar nicht nach 22 Uhr auf die Strasse. Muss man eben so organisieren, dann klappt es meistens schon irgendwie...
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3.) Kommt es zur Konfrontation mit einer aggressiven Gruppe, dann hilft meistens eine Abwendung. Wenn es nicht hilft, dann sofort in die entgegengesetzte Richtung rennen, schnell und unvermittelt. Bringt oft Verwunderung, aber hilft.

4.) Während des Wegrennens, je nach Situation, laut schreien. Das lenkt erst mal ab. Die ersten Sekunden hat man noch die Kontrolle und ein paar Meter Gewinn.

Die Hunde kann man dann per Pfeiffe zurückpfeiffen, wenn man sieht, dass die Angreifer mit ihnen beschäftigt sind.

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Weiter als bis hierhin kam ich, zum Glück, noch nicht!
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5.) Wird von den Angreifern die Verfolgung aufgenommen, muss man jetzt entscheiden. Kämpfe oder gebe dem Druck nach, lasse Dir Geld und Handy abnehmen, halte die Hände schützend vor das Gesicht und bete zu Gott.

6.) Falls Du Dich für den Kampf entscheidest, dann würde ich an dieser Stelle mein Pfefferspray rausholen und sofort, ohne zu zögern, einsetzen. Dann zurück zu Punkt 3.) Eventuell noch Kampfsporterfahrung. Habe ich leider nicht. Aber man soll angeblich relativ gute Erfolge erzielen, wenn man den Solarplexus oder den Hals angreift sowie die Augen bspw. mit Fingern aussticht...

7.) Erst wenn alle diese Punkte nicht helfen würde ich über den Einsatz von Schreckschuss- oder Echtschusswaffen nachdenken. Eine Pistole, rein aus Abschreckung zu ziehen, halte ich für extrem gefährlich. Zu Hause eventuell ja, weil man es mit Einbrechern zu tun hat, mit Strassenkriminellen in der U-Bahn sehe ich das eher als wenig erfolgsversprechend an.

8.) Wie beim Pfefferspray muss man relativ schnell reagieren und die Waffe auch einsetzen wollen. Zögern erlaubt dem Angreifer den Gegenschlag, der kann ab jetzt tödlich sein.

9.) Statt einer Schusswaffe wäre tatsächlich ein Hammer, ein Metallstab, ein Schlagstock oder etwas derartiges eine Alternative. Besonders weil in Deutschland auf sofortigen Schusswaffeneinsatz auch erhebliche Strafen drohen. Wer als "Handwerker" in Notwehr auf einen Schädel haut, der hat bessere Karten. Falls man "nur" vom Angreifer verletzt wird, dann hat man u.U. mehr Erfolgsaussichten vor Gericht, wenn man nur einen Hammer dabei hatte, statt einer bedrohlichen Schreckschusswaffe.

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Soweit die Theorie:

Mein Onkel (Taxifahrer) entkam einer ähnlichen Situation, in Russland, nur weil er eine echte Waffe bei sich trug. Man wollte ihn ausrauben und mit einer Metallschlinge erwürgen. Er schoss einem Angreifer ins Bein und die flohen dann ganz schnell.

Damals war es in Russland üblich illegale Waffen mit sich zu führen. Es hat ihn nie jemand kontrolliert oder dumm gefragt.

Ein anderer Bekannter, dessen Tochter "angegangen" wurde, die Details erspare ich dem Leser, konnte dank guter Mafiaverbindungen, eine Lösung erwirken... Niemand wagte ihr danach mehr zu nahe zu kommen.

Manchmal hilft eben nur noch Gewalt, besonders wenn die Gewalt in der Gesellschaft eskaliert und diese Erfahrung ist für Deutsche in Deutschland nun einmal ganz neu.

Wann es an der Zeit ist eine echte Waffe zu tragen, weiss ich nicht. Aber es wird wohl nicht mehr lange dauern.

Bis dahin hilft hoffentlich mein Plan.

Gruss


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