Danke, 100%-Realitätsnähe!
Also "kritische" Situationen erkennen und vermeiden lernen! Wegrennen,
Hilfe holen!, die Polizei anrufen, wenn das geht. Und vor allen Dingen ein
BEWUSSTSEIN dafür entwickeln, dass es zu tödlichen Auseinandersetzungen
kommen kann, weil bei diesen Menschen die Hemmschwelle, jemandem tödliche
Verletzungen zuzufügen, sehr viel geringer ist, als hier. Die BRDler haben
ein jahrzehntelanges Training in "Gewaltfreiheit" etc. hinter sich. Diese
Menschen nicht, die haben eine andere Sozialisation hinter sich, die sich
in der Regel durch große Gewalt auszeichnete.Die SINNE schärfen und GENAU hinschauen!
Das Pfefferspray kannst du Dir zusätzlich mitnehmen, aber verlasse Dich
nicht darauf!
Hallo Olivia,
dem von Dir Gesagten ist grundsätzlich nichts hinzuzufügen, das reflektiert genau den Stand der Dinge, wie ihn auch erfahrene Kampfsportler sehen!
Ich hatte mir vor Jahren auch schon diese JPX-Pfefferpistole besorgt, mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass damit die Kalamitäten nur noch potenziert werden, sollte man in eine wirklich brenzliche Situation geraten.
Was uns hier allgemein abgeht, ist der unbedingte Killerinstinkt, das "der/die oder ich-Bewusstsein", eben weil wir zwangspädagogisch oder pointiert gesagt zwangsneurotisch auf Gewaltvermeidung bzw. Delegation der Gewaltanwendung an die staatliche Sicherheitsbürokratie hinkonditioniert und höchstgesetzlich eingehegt worden sind, wie das in zivilisierten Ländern eben Usus ist.
Das ist bei diesen hier in 100000er-Massen anlandenden entwurzelten Jungmännermassen aus archaischen Kulturkreisen, die mehrheitlich religiöser Dominanz- und Vergeltungslogik unterliegen, eben nicht der Fall, die checken kurz ab, komm ich da ohne große Blessuren heil raus und dann wird sofort gehandelt. Die haben das im Blut seit Kindesbeinen, dass der Stärkere Recht hat, und der gewaltbereite Mann sowieso ... denn dem Starken gehört die Welt (unter Allah, dem starken, einzigen Gott, und nicht dem, der sich alle Schuld der Welt aufnehmend ans Kreuz hat nageln lassen).
Unsere jungen Männer haben sich dagegen schon im Kindergarten an argumentative Klärung bei Steitigkeiten unter der Obhut fürsorglicher beziehungsschlichtender Frauen gewöhnen müssen, in der Schule ging das dann weiter mit Häkeln für Jungen, Mediatorengesprächen und Besänftigungsritualen, wo bei uns früher mal die Schulranzen nach der Schule beiseite geworfen wurden und die Fäuste geflogen sind, kurz und schnell und absolut klärend. Aber meist nicht bis aufs Blut und ohne Tritte auf den Kopf des Unterlegenen! Doch sowas wird heute negativ sanktioniert, da gibt's was auf die Mütze von der Schulleitung.
Nicht dass Du mich falsch verstehst, physische Gewaltanwendung ist eigentlich keine tolerable Strategie und sollte auch tunlichst vermeiden werden, aber die Situation ist eben durch diesen (Un)Kulturschock der einsickernden Massen einseitig zu unseren Ungunsten gekippt und wird sich weiter verschärfen, denn diese Leute haben mehrheitlich nichts mehr zu verlieren, höchstens im Sinne archaischer Beutejagd noch einiges zu gewinnen. Wer sich da nicht mehr adäquat verteidigen kann, geht unter, als Einzelner oder als Gesellschaft, das zeigen alle geschichtlichen Erfahrungen über Jahrtausende.
Was also möglicherweise hilft, wäre außer einem großen,scharfen Hund, denn davor hat Jeder! Muffe, grundsätzliche Solidarisierung der anonymen Masse aber nicht nach dem Motto 'Hannemann, geh' du voran', sondern als allgemeines Standhalte-Programm in Extremsituationen. Deeskalation ist gut und schön, aber wir können nicht ewig nur wegschauen und weglaufen, obwohl das zunächst die beste Option ist.
Ich hatte mal kurzzeitig ein Taekwondo-Training besucht und die Erfahrungen dort waren sehr gut und intensiv. Da wird in keinster Weise grob geprügelt oder wie in diesen unsäglichen Kung Fu-Filmen (angedeutet) aufeinander eingedroschen, nein, da läuft alles sehr gepflegt, gekonnt und ritualisiert ab nach längerer Fitness- und Aufwärmphase. Trotzdem ist die Schnelligkeit in der Ausführung der Aktionen bei den Könnern verblüffend.
Der Chef, einer der wenigen Träger des 9. Dan weltweit, auch schon in meinem gesetzten Alter, zeigte den Anderen an mir eine Verteidigungsstrategie, bei der ich mich auch wehren konnte. Ich weiß nur noch, dass ich quasi in Sekundenbruchteilen seine Faust direkt 3 cm vor meinen Augen sah und selber völlig verdattert dastand. Aber dahinter stecken eben jahrzehntelanges Training ohne Unterbrechung.
Und dieser Mann sagte genau das oben schon von Dir geschilderte:
Niemals den Helden spielen wollen auch im Wissen um den Besitz dieser Kampfkraft, immer checken, ob Rückzug möglich ist, und erst wenn nicht, dann kurz und kommromisslos zulangen und dann schnellen Rückzug einleiten. Leider musste ich kurz darauf das Training bei ihm abbrechen, weil eine alte Schulterverletzung beim Rückwärtsabrollen wieder aufbrach.
Kurzum, die Situation ist so vertrackt und verschlimmert sich täglich weiter, dass nur noch ein ganz radikaler Schnitt, gesellschaftlich, moralisch, ökonomisch, religiös-weltanschaulich usw. eine Wende erzwingen kann. Davor hat jeder instinktiv Angst wegen seiner familiären und materiellen Besitzstände, aber so wird's wohl kommen. Die Zeiten der Beschwichtigungen und Klärungen im Guten gehen dem Ende entgegen bzw. sind schon vorüber, wir ahnen es auch, aber kleben weiter an den uns eingebläuten, nunmehr nicht adäquaten Strategien fest. Aber wir müssen uns demnächst massiv wehren schon um unserer Kinder willen, auch im Verbund mit den wohlwollenden ehemaligen Fremden, die hier wirklich heimisch geworden sind.
Gruß Vanitas