Sind die Zinsen wirklich negativ?
Noch besser sind die Minuszinsen der EZB. Die sollen die Banken nämlich
für Nicht-Wirtschaften bestrafen. Außerdem hat die EZB dann nicht das
Problem an der Backe. Na gut, bei 0 Prozent muss sie ja auch nicht viel
machen. Wie schlimm!Sooo rätselhaft ist das also gar nicht.
Sind die Zinsen wirklich negativ? Kriegt der Kreditnehmer 100 und muss 95
zurückzahlen?
Bei einer Gebühr auf den Einlagen nimmt die EZB jene Kohle ein, die sie sonst mit
den üblichen Pensionsgeschäften eingenommen hätte. Ob 2% auf dem Soll oder 2% auf
dem Haben ist eigentlich für das Einkommen egal.
Ebenso bei den Geschäftsbanken - da sehe ich jenen Negativzins, auf den ich warte,
noch nicht. Richtig interessant wird es, wenn die Banken den Hypothekarnehmern einen
Zins bezahlen.
Bei dieser Form des Negativzinses wird dann endgültig klar, dass der Debitismus ernstzunehmen
ist, denn anders als z.B. Steiger/Heinsohn, die als Kern des Zinses eine Eigentumsprämie
sehen, sieht PCM/@dottore im Zins die "Abgabe" selber: die Abgabe an den Herrscher als
Primitivform und die Abgabe ans Kollektiv in der subtileren, länger laufenden Systemform.
Damit erklärt sich auch, weshalb der Debitismus, anders als es z.B. VWL-Theorien sind, ein
universelles Erklärungsmodell ist, das ebenso die Heinsohn'sche
i) Solidargemeinschaft, in der jeder nach Möglichkeit beisteuert,
ii) die Kommandogesellschaft (z.B. Sozialismus/Feudalismus), in der die
Leistung erzwungen wird oder
iii) die Eigentumsgesellschaft, in der in Kreditgeschäften verpfändetes Eigentum zu
Innovationsdruck und Steuern führt
erklären kann.
Eindrücklich, die "Machttheorie":
http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Macht-der_Staat-Eigentum.htm