Der Zins ist kein Preis für Geld
Wenn der ZINS im System grundsätzlich fehlen würde, dann müsste ja auch
der MIETPREIS (besser gesagt: Mietzins) für einen Wagen oder für ein
Hotelzimmer im System ebenfalls fehlen .. und früher oder später zum
Systemkollaps führen. Und gewiss, dann müsste es auch irgendwann an
"Nachmietern" fehlen.
Der Zins ist nicht der Preis für Geld. Der Preis für Geld ist
der Wechselkurs.
Unsinn .. und wessen?
Unsinn.
Ich würde sagen: Der ZINS hat die Beschaffungskosten (Wareneingang),
die Betriebskosten und den Unternehmerlohn des gewerblichen Verleihers oder
Vermieters zu re'finanzieren .. was eigentlich sehr wünschenswert
ist.
Nein. Der Zins ist die annualisierte Differenz des fällig werdenden
Betrages des Zahlungsmittels zwischen den Zeitpunkten von Gewährung und Tilgung.
Die Ursache, weshalb es zu einer Differenz kommt, kennen wir erstmal nicht und
nein, sie liegt auch nicht in der Liquiditätspräferenz begründet, denn zum Zeitpunkt
der Gewährung wird diese "Liquidität" erst geschaffen und wenn bei Fälligkeit nominell mehr
verlangt wird als bei der Gewährung geschaffen worden ist, dann fehlt eben bei der Fälligkeit
dieser Betrag, egal wie viele Vermieter wie viele Autos an wie viele Mieter auch immer
vermietet haben.
Etwas ganz anderes ist gewiss, wenn der eingenommene Mietzins gespart
und womöglich wieder als Batzen Geld zur Vermietung angeboten wird.
Das wäre eine ganz andere Geschichte.
Was Du beschreibst, ist grundsätzlich eine ganz andere Geschichte, denn ein Vermieter
kann keine Zahlungsmittel emittieren, denn er ist keine Bank. Alles, was er machen
kann, ist, zusammen mit einem Vertragspartner Kreditoren und Debitoren entstehen zu
lassen.
Das wäre der ZinsesZins oder
"Rendite aus Rendite" .. und das kann ganz sicher nicht lange
funktionieren. Übrigens, auch bei den übrigen Unternehmen nicht.
Das ist so unendlich weit vom Debitismus weg, dass sich weiterhin der Verdacht aufdrängt,
dass Du den "Kapitalismus" von PCM immer noch nicht gelesen hast.
Der Debitismus türmt nicht Zinsen aufeinander, denn er spricht vom Diskont, sondern Neu-Schulden,
die erzwungen werden, um die Fisher'sche "Debt Deflation" zu vermeiden.
Eine ganz harte Nuss für die "Debitisten" hier. ((-;
Nein, was Du beschreibst sind gewöhnliche Transaktionen von Systemteilnehmern, den
essentiellen Kern des Debitismus berührt das nicht.
Um zu Verstehen, was Du nicht verstehst, reicht es, die 3 ersten Kapitel des "Kapitalismus"
zu lesen:
http://www.dasgelbeforum.net/sammlung/Martin,%20Paul%20C.,%20Der%20Kapitalismus%20-%20T...
Eine ganz harte Nuss für die "Debitisten" hier. ((-;
Vermutlich gibt es hier nur noch eine Handvoll derer.