Krankenversicherungsfragen
Guten Abend allerseits,
ich lese hier eher mit als groß Beiträge zu verfassen. Selten genug habe ich die Muße die aktuelle politische Lage im Schlande die mich einerseits zutiefst erschüttert, andererseits aber aus dem Lachen nicht herausbringt, mit zu kommentieren. Wir (die meisten hier jedenfalls) sind im Grunde auf der selben Seite.
Allerdings schätze ich die foreninterne Kompetenz in vielen Fragen sehr, und möchte mich fernab vom Refudschiivasion und Börsenmanipulation versicherungstechnisch mal an die Unternehmer und Versicherungsleute hier wenden.
Es gibt ja seit Jahren eine Krankenversicherungspflicht für jeden in diesem Schland der unter gewisse Einkommensgrenzen fällt. Ein Bekannter der aus verschiedenen Gründen jahrelang unfreiwillig in H4 herumvegtierte versucht sich nun wieder zu verselbständigen, um vom "Amt" und seinen Schikanen loszukommen.
Er muss sich also Krankenversichern. Nun kommen folgende Fragen auf:
1. Wie verhält es sich mit den "Strafzahlungen" wirklich? Denn wenn es so wäre wie ich hier las:
...der Gesetzgeber lässt Ihnen ab der Pflicht zur Versicherung ungestraft nur einen Monat Zeit. Ab dem zweiten Monat ohne Versicherung müssen Sie, wenn sie sich später versichern, einen Prämienzuschlag in Höhe Ihres Monatsbeitrags zahlen. Das gilt für jeden weiteren nichtversicherten Monat. Ab dem sechsten Monat wird der Zuschlag auf ein Sechstel des Monatsbeitrags reduziert. Waren Sie also z. B. 11 Monate nicht versichert, müssen Sie einmalig 4 + (6 x 1/6) Monatsbeiträge = 5 Monatsbeiträge zusätzlich zahlen.
https://www.pkv.de/themen/krankenversicherung/so-funktioniert-die-pkv/wer-muss-sich-privat-versichern/
Wäre es dann richtig gedacht, subversiv die ersten Monate keine Beiträge zu zahlen, um dann wenn es in das Sechstelding kommt "zu profitieren" (wie ich dieses Wort hasse), sich trotzdem möglichst spät anzumelden (aber die Beiträge trotzdem vorzuhalten für den Tag der Tage)?
Also Bleistiftsweise 12 Monate nichts zahlen, danach aber
für den 1. Monat: 0
für den 2.-5. Monat: den Monatsbeitrag nachzahlen
für den 6.-12. Monat 1/6 des Monatsbeitrags nachzahlen
Das wäre ja sozusagen ein "Schnäppchen", wenn es sich so verhielte.
Und nein, kommt nicht mit sozialer Verantwortung. Er war in den letzten 15 Jahren viellt. 5 mal beim Arzt um dort guten Tag gewünscht zu bekommen, und sowas wie "tut mir leid, das ist Rheuma, da haaaben wir....".
2. Gibt es ausländische (auch im Ausland sitzende + seriöse) KV's die sich wesentlich von den Einheimischen unterscheiden - in preislicher Hinsicht - , auf die man um die AOK etc.pp. zu vermeiden legal zurückgreifen könnte?
3. Gibts vielleicht noch bessere Varianten um diese Zwangsveranstaltung zu meiden?
Vielen Dank,
Orwell