Verlängertes Denken
Ach und weil das hier ja inzwischen hochrelevant zu sein scheint: Bin
Halbitaliener, oder um genau zu sein: 25% (Großvater
väterlicherseits).
Solange dein Großvater den Ariernachweis hatte, ist alles i.O.
Führe das doch bitte einmal aus, ich find`s nämlich auch brontal lustig.
Ich kapiere nicht, warum es nur die zwei Extreme zu geben scheint:- Herkunft bei Verbrechen spielt überhaupt keine Rolle und soll nicht
erwähnt werden- Herkunft spielt die alles entscheidende Rolle und man muss darauf
herumreiten und Kollektivschuld walten lassen.
Das kommt vom Zu-kurz-Denken.
In Wirklichkeit geht es nicht um die Herkunft, sondern um die Kultur. Die
korreliert aber häufig mit der Herkunft.
Ach so, ja. Da habe ich echt zu kurz gedacht. Also dass Herkunft und Kultur da in dem Kontext grundverschiedene Dinge sind, da hab` ich nun echt nicht dran - also zu kurz - gedacht. Danke an den germanischen Längerdenker. Nicht, dass Du Dir was drauf einbilden kannst, ist ja Kultur, aber trotzdem.
Verbrechen ist immer ein Kulturprodukt.
Es ist von Kultur zu Kultur unterschiedlich, welches Verhalten als
kriminell angesehen wird, und welches nicht.
Hm. Jein?
Mir fällt grad keine Kultur ein, in der Mord- und Totschlag als moralisch gilt, aber von mir aus.
Nicht an die jeweilige Kultur angepasstes Verhalten wird als Verbrechen
oder doch als Störung des Kulturgefüges angesehen.
Und jetzt ist die Wahrscheinlichkeit, wenn jemand in einer bestimmten
Kultur aufgewachsen ist, dass er diese kulturellen Normen internalisiert
hat, und sich kulturadäquat verhält, somit mit den Normen und Gersetzen
nicht in Konflikt gerät, nun einmal größer, als bei jemandenn, der nicht
darin aufgewachsen ist.
Ja, wir reden also von Wahrscheinlichkeiten.
Welche Rückschlüsse ziehst Du denn daraus auf das Individuum?
Ich habe übrigens selber kein Antwort darauf. Selbst wenn 99,9% der nordafrikanischen Flüchtlinge Vergewaltiger wären, würde mir die Info "Nordafrikaner + Flüchtling" nicht reichen, um mein Gegenüber als Vergewaltiger zu verurteilen (vielleicht ist er schließlich die Ausnahme).
Ich habe als Ultra-Liberast (Hattip Monti) eh Probleme mit dem Thema, weil es ohne Sozialstaat ja garkeine Flüchtlinge gäbe. Ich bin zb der Meinung, dass ich nix dagegen tun kann, wenn sich nur noch Syrer in meinen Wohnblock einkaufen und einmieten (außer selber kaufen und mieten). Mag mir stinken, ist aber mein Problem (ich gehöre der Ultra-Minderheit an, die nicht jedes Unbehagen staatlicherseits behoben sehen möchten). "Zugewiesen" und zwangsfinanziert ist nicht meines, nur unterscheide ich da nicht, ob ich einen teutonischen Vollhorst unterstütze oder den ugandischen Taxifahrer, der mich gerade heimgebracht hat, den ich persönlich für deutscher empfunden habe als viele Autochtone.
Kultur wird über die Mütter und die mütterlichen Verwandten
(Epigenetik) vermittelt.
Kultur ist keine Sache der Gene, sondern der Epigenetik.
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaach so. Du kannst sicher elaborieren. Weil einfach so würde ich nur "Bullshit" entgegnen. Ähnlich apodiktisch.
(Was sagst Du denn eigentlich zum Kamelficker mit dem Finger im Anus? Hast doch ansonsten alles so hübsch gepastet und kommentiert. Edit: anderer Beitrag, sorry, dazu musst Du dann natürlich nix sagen.)
Cari Saluti
Fabio
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“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt
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