Der Zufall - ein "pythagoreisches Komma"?

software-engineer, Dienstag, 08.12.2015, 13:09 (vor 3712 Tagen) @ Leserzuschrift7558 Views

Wir können das Universum nur mit den beschränkten Mitteln unserer Erkenntnis erkennen. Wir wissen also nicht, ob es Teile des Universums gibt, die wir nicht erkennen. Dies ist jedoch zu vermuten, da die Mittel unserer Erkenntnis beschränkt sind.

Dieser Satz hört sich einfach an, hat jedoch weitreichende Konsequenzen. Er schränkt nämlich auch die Erkenntnis des obigen Satzes ein, ist also paradox. Denn er stellt auch das in Frage, was wir zu erkennen glauben. Denn das, was wir zu erkennen glauben, ist auch durch das definiert, was wir nicht erkennen. Das bedeutet in logischer Konsequenz, dass unsere Erkenntnis zwingend falsch sein muss.

Das "pythagoreische Komma" (ein physikalischer "Fehler" im Quintenzirkel) unserer Erkenntnis ist der "Zufall" oder die Nichtbestimmtheit des Zukünftigen, mit dem wir unsere Erkenntnis rationalisieren, indem wir einen irrationalen Faktor als Teil unserer Erkenntnis akzeptieren, was mit Sicherheit nicht rational ist. Vielleicht spielt der "Zufall" im Universum also eine größere Rolle, als wir mit den beschränkten Mitteln unserer Erkenntnis wahrhaben wollen?

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Wenn man beim Programmieren Fehler macht, dann meckert der Compiler.


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