Hier ist die offizielle Liste der "Neuen Deutschen Medienmacher" bzgl. Migranten (mTuL)

DT, Samstag, 21.11.2015, 17:27 (vor 3727 Tagen) @ Udo5417 Views

Hatte ich schonmal vor einiger Zeit gepostet:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=330111
(November 2014)

http://www.neuemedienmacher.de/wp-content/uploads/2014/12/Glossar_A5_online.pdf

Glossar der Neuen deutschen Medienmacher

Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland
Stand 1. Dezember 2014 (!!!)

Glossar der Neuen deutschen Medienmacher

Und hier haben wir einmal ein paar der Verantwortlichen, mit Namen:


Impressum
© 2014
Herausgeber
Neue deutsche Medienmacher e.V.
Redaktion
Konstantina Vassiliou-Enz, Ferda Ataman, Shion Kumai
Layout
Nadja Fernandes, Grafik et cetera


Wozu Formulierungshilfen?

Als Journalistinnen und Journalisten* arbeiten wir jeden Tag mit unserem
Handwerkszeug, der Sprache. Unsere Berichte sollten möglichst wertfrei,
korrekt und präzise die Sachverhalte wiedergeben.
Nicht selten passiert
es aber, dass Wörter wie »Einwanderer«, »Zuwanderer« und »Migrant« im
selben Text nebeneinander verwendet werden, in der Annahme, sie wür
-
den alle dasselbe bedeuten. Worin sich diese Begriffe unterscheiden und
bei welchen weiteren Themen ungenau formuliert wird, erläutern wir in
diesem Glossar. Die Alternativbegriffe, die wir dazu anbieten sind als Vor
-
schläge zu verstehen und sollen als Hilfestellung für die tägliche Redakti
-
onsarbeit dienen.
2013 sind auf Initiative der »Neuen deutschen Medienmacher« bundes
-
weite Vertreterinnen und Vertreter von Medien, Wissenschaft und Verwal
-
tung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zusammengekommen
und haben Begriffe diskutiert und Definitionen abgeglichen. Die Empfeh
-
lungen für das Glossar bauen auf diesen und vielen weiteren Diskussionen
auf. Mit Hilfe zahlreicher WissenschaflterInnen, Fachleute und Praktiker-
Innen haben JournalistInnen aus dem Netzwerk der NdM die Inhalte des
Glossars in ehrenamtlicher Arbeit erstellt. Sie sind unser Beitrag zu einer
laufenden Debatte und sicher nicht abschließend. Um die Inhalte regel-
mäßig zu aktualisieren und zu erweitern wird es in Kürze ein Web-
Glossar und eine Glossar-App geben, sowie weitere gedruckte Auflagen
dieser Broschüre.
Bitte informieren Sie sich unter www.neuemedienmacher.de.
Selbstverständlich freuen wir uns über Ihre Vorschläge, Hinweise und
Kritik: geschaeftsstelle@neuemedienmacher.de.

* Weil dieses Glossar sich an Medienschaffende wendet und in den Medien bisher
(noch) kaum gegendert wird, beschränken wir uns im NdM-Glossar zum größten Teil
noch auf die männliche Form, meinen aber immer auch die weibliche. Wir weisen jedoch
darauf hin, dass die Verwendung einer gendergerechten Sprache in den Medien themati
-
siert und debattiert werden sollte, hier herrscht viel Uneinigkeit und Diskussionsbedarf


Wer sind »wir«, wer sind »die Anderen«?
Die deutsche Gesellschaft hat sich verändert, sie ist bunter geworden.
Das sollte sich in der Berichterstattung wiederfinden. Gleichzeitig müs
-
sen Journalisten oft vereinfachen, um komplizierte Sachverhalte für Me
-
diennutzer kurz und verständlich darzustellen. Manchmal führt das zu
einem Dilemma: Wie beschreibe ich die Gruppe, der ich zugehöre? Wie
beschreibe ich die Anderen? Und wo ist diese Trennung wirklich nötig?
Vor allem im Journalismus, aber auch in anderen Arbeitsbereichen ist
es zunächst sinnvoll, die Betroffenen zu fragen, wie sie sich selbst nen
-
nen würden. Das ist allerdings nicht immer möglich und man kann bei
der Beschreibung von Gruppen nicht davon ausgehen, dass alle dieselbe
Präferenz haben.
Bei einer allgemeinen Bezeichnung für Einwanderer und ihre Nach
-
kommen läuft man Gefahr, das Bild einer homogenen Gruppe zu erzeugen.
Menschen mit Migrationshintergrund sind jedoch keineswegs homogen:
Aussiedler haben in der Regel mit Flüchtlingen aus dem Libanon so we
-
nig gemeinsam, wie kemalistische Türken mit kurdischen Feministinnen.
Dennoch ist es in der Berichterstattung manchmal nötig, eine Gruppe
pauschal zu benennen. Die vorliegenden Erläuterungen und Alternativen
dienen der Präzisierung von Begriffen und bieten praktische Vorschläge
für die differenzierte Bezeichnung von Minderheiten, der Mehrheit und
natürlich auch von beiden.


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