Komm in die Realität, dies hier sind die Selektionskriterien im Süden
Hallo allen,
so prägt man...
"Vielleicht haben Sie ja schon darüber geschrieben, doch erst in diesen
Tagen habe ich das „Glossar der Neuen deutschen Medienmacher“ (
http://www.neuemedienmacher.de/wp-content/uploads/2015/04/NdM_Glossar_www.pdf
) zur Kenntnis genommen, womit sich mir auch der neue, veränderte
Sprachstil der FAZ verständlicher wurde.Hier wird eine politisch gefälligere Wortwahl empfohlen. Z.B.Geflüchtete
statt Wirtschaftsflüchtlinge, Zuzug statt Asylantenstrom, Schutzsuchender
statt Asylant.
Alles scheissegal, die Realität ist, es drängen Leute nach Europa. Das ist kein
stilistisches Problem.
Und wenn Flüchtlinge über die grüne Grenze kommen?Ich war im Gegensatz zu den meisten, die sich in Zaunfantasien ergehen,
dort. Die Flüchtlinge kommen über die vorgegebenen Routen, sie weichen
maximal einige Meter ab. Zäune treffen nur die Weinbauern.Wie viele Flüchtlinge kann Österreich aufnehmen?
Vielleicht ist das die falsche Frage. Vielleicht ist es unnötig, sich um Probleme
zu kümmern, die erst rein hypothetisch sind. Die Lösung der unmittelbaren Probleme
wird dieses "das Boot ist voll" Problem möglicherweise obsolet machen, dafür wird
es andere, jetzt noch nicht antizipierbare Probleme geben.
Erinnere Dich an Jesus, der alle diejenigen beruhigte, die dachten, es gäbe zu wenig
Kost und man müsse Leute nach Hause schicken:
Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht nötig, dass sie fortgehen; gebt ihr ihnen
zu essen. 17Sie sprachen zu ihm: Wir haben hier nichts als fünf Brote und zwei
Fische. 18Und er sprach: Bringt sie mir her!
19Und er ließ das Volk sich auf das Gras lagern und nahm die fünf Brote und die
zwei Fische, sah auf zum Himmel, dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern,
und die Jünger gaben sie dem Volk. 20Und sie aßen alle und wurden satt und sammelten
auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Körbe voll. 21Die aber gegessen hatten, waren
etwa fünftausend Mann, ohne Frauen und Kinder.
Ich bin da radikaler als die Freiheitlichen: Ich will so wenige
Flüchtlinge wie möglich.
Will das nicht jeder?
Unsere gegenwärtige Umsetzung dieses Wunsches führt aber zu einen überaus
adversen Auslese, es ist doch offensichtlich, wie die Selektion funktioniert.
Als ob diese adverse Auslese nicht schon genug des Übels wäre, werden die Flüchtlinge
noch darauf konditioniert, den Behörden zu misstrauen und eine krumme Tour zu wählen.
Ich wähle Dir hier so plakative Beispiele wie möglich raus, um zu zeigen, wie
pervers das alles ist:
Stacheldraht und Zäune als Selektionskriterium:
https://www.youtube.com/watch?v=uQllUYYY8qc
Und hier der Zieleinlauf derjenigen, die es geschafft haben, natürlich keine
"Schlaffis", keine Frauen:
https://www.youtube.com/watch?v=_rVSwXloXoM
Ich stehe nicht mit einer Kerze an der
Südgrenze und freue mich über jeden, der kommt. Das ist doch Unsinn.
[/b]Allerdings bin ich gegen Stacheldrähte – ich will, dass wir die
Fluchtgründe beseitigen. "
Was denkst Du, wie viele kommen würden, wenn die Zäune weg wären, wenn es
an der Grenze keine eigentlich illegalen "Push-Backs" gäbe?
MMn besteht der erste Schritt darin, zu akzeptieren, dass sehr viele kommen
werden, der zweite Schritt besteht darin, möglichst smarte Selektionskriterien
anzuwenden, damit wir am Ende nicht nur Leute haben, die drin sind, weil sie
über 3 Meter hohe Zäune springen oder Polizei und Behörden überlisten können.