Nein, das sind nicht die Selektionskriterien
Was denkst Du, wie viele kommen würden, wenn die Zäune weg wären,
wenn
es
an der Grenze keine eigentlich illegalen "Push-Backs" gäbe?MMn besteht der erste Schritt darin, zu akzeptieren, dass sehr viele
kommen
werden, der zweite Schritt besteht darin, möglichst smarte
Selektionskriterien
anzuwenden, damit wir am Ende nicht nur Leute haben, die drin sind,
weil
sie
über 3 Meter hohe Zäune springen oder Polizei und Behörden
überlisten
können.
.............
Die derzeitige "fehlende" Selektion ist natürlich auch eine Selektion.
Ja, wie in den Videos oben zu sehen. Der Zaun, die Ägäis oder das Mittelmeer sind die
Selektionskriterien.
Bei derartigen Masseneinwanderungen mit wenig oder keinen Kenntnissen (2/3
der Syrer könnte man als funktionelle Analphabeten bezeichnen), ist
natürlich eine Selektion getroffen worden. Die Selektion erfolgt über die
Sozialsysteme.
Nein, die erste Selektion erfolgt am Zaun: wer rüber kommt, kann sich registrieren
lassen.
Oder am Mittelmeer: wer eine gefährliche Überfahrt wagt und ankommt, kann sich
registrieren lassen.
1 Minute Video macht die Selektion bereits verständlich:
https://www.youtube.com/watch?v=_rVSwXloXoM
Die jubeln so, weil sie zuerst die "Kriterien" erfüllen müssen:
https://www.youtube.com/watch?v=uQllUYYY8qc
(beides bereits oben verlinkt)
Falls diese nicht "platzen" sollen und man die so selektierten Einwanderer
im Lande behalten möchte, wäre DRINGED ebenfalls eine Rückholung der
prekären Arbeitsplätze nach Deutschland erforderlich.
Die rechtliche Situation ist, wie sie ist. Im Prinzip müsste sich jeder Asyl
beantragen können. Die meisten wollen gar nicht Asyl, aber es ist der einzig
realistische Weg, um rein zukommen.
Dies ist bereits die erste funktionale Störung des Systems: es ersuchen Leute
um Asyl, die gar kein Asyl wollen; statt dass Asylanspruch geprüft würden, wird
versucht, die Leute mit allen möglichen Tricks davon abzuhalten, überhaupt an eine
Anlaufstelle zu gelangen.
Völlig dysfunktional. Das System stellt eine parallele Realität dar.
Die, die dann kein Asyl erhalten, müssen rückgeschafft werden, aber natürlich nur,
wenn ein Rücknahmeabkommen besteht, d.h., wenn wir Regierungen "bezahlen", dass sie
Leute zurücknehmen. Es wird für die Rückschaffung aus einem Ghanaer schon mal ein Nigerianer,
wenn nur Nigeria Leute zurücknimmt.
Selbstverständlich
mit entsprechender Absenkung des Mindestlohnes, selbstverständlich mit
entsprechender Absenkung des Wohn- und Lebenskomforts, da eine
"Alimentierung" solcher Massen auf dem derzeitigen Niveau von einer
Gesellschaft der grauen Köpfe nicht zu bewerkstelligen ist.
Das hier im Gelben als Hauptproblem erkannte Problem unseres Wirtschaftssystems ist die
dem System inneliegende deflationäre Tendenz. D.h. Überinvestitionen, Überkapazitäten, fehlende
Absatzmärkte, etc.
Die Versorgung kann nicht das Problem sein, denn die Mindestversorgung wird im debitistischen
System politisch und nicht ökonomisch determiniert.
Bin sehr gespannt, wie es weiter geht mit den Sozialsystemen. Die
Belastungen der "Einheit" und der EU haben fast alle bereits in den Taschen
gespürt.
Das ist völlig falsch. In der Kern-Eurozone, aber auch in der Schweiz haben sich die Immobilienwerte
massiv erhöht - in der Folge sind sehr viele viel reicher geworden. Es ist die Peripherie, die stark
gelitten hat.
Nun kommen die Flüchtlinge, allerdings überwiegend nach D - und
das wird wohl so bleiben, mag Merkel weiter beten so viel sie will.
Die kommen nach DE, weil die Schengenaussengrenzstaaten überfordert sind. Die haben längst um Hilfe
gerufen, haben nach Kontingenten verlangt, weil logischerweise nur noch Asyl in diesen Staaten beantragt
werden könnte. Ihr Ruf ist verhallt und ausser "guten Ratschlägen" ist von den Schengenbinnenstaaten nicht
viel gekommen.
Nun lassen diese Staaten die Flüchtlinge passieren und so landen sie halt wohl oder übel in Deutschland,
das seine eigenen "guten Ratschläge" mal selber anwenden kann.
Das hat mit Merkel alles wenig zu tun, sie hält sich, praktisch als einzige, nur an die geltenden Regeln.
Wenn sie nicht mehr "nach Dublinkriterien" Flüchtlinge an die Schengenaussengrenzstaaten abschiebt, dann
hat dies damit zu tun, dass es Gerichtsurteile gibt, die die Anwendung von Dublin untersagen, wenn die
Flüchtlinge in gewisse Staaten im Süden zurückgeschickt werden sollen.
@azur bringt es auf den treffenden Punkt:
Ich bin da radikaler als die Freiheitlichen: Ich will so wenige Flüchtlinge wie möglich.
Nur darum geht es. All das Aneinanderreihen von Argumenten dient nur diesem Ziel: Gründe finden, um
keine Flüchtlinge aufnehmen zu müssen:
"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ..." - dahinter kannst Du dann alles einsetzen: Vergewaltigungen,
Religion, Mülltrennung, etc.
Das jetzige System zerstört den Rechtsstaat gleich doppelt:
Wir halten uns nicht an die Regeln und wenden Tricks an und die Flüchtlinge halten sich auch nicht an die
Regeln und wenden Tricks an.
Also was wir brauchen sind klare und transparente Regeln, über die man nach Europa kommen kann und meiner
Meinung startet es banal: erst einmal verstehen, was Regeln sind und dass sich das Einhalten lohnt (jetzt ist
es genau das Gegenteil, was fatal ist, wenn die Leute mal hier sind). Zweitens geht es dann um "normale" Dinge,
z.B. dass man sich z.B. als muslimischer Mann damit abfinden muss, von einer Polizistin angewiesen zu werden
oder dass Kinder noch in den Camps gemischte Schule und Aktivitäten ausüben.
Du siehst, was ich meine. Klare Regeln. Wer Asyl will, muss das sagen können und wenn er abgelehnt ist, ist er
abgelehnt. Wer aber ein Wirtschaftsflüchtling ist, der soll das auch sagen können, muss dann aber gewissen Kriterien
erfüllen.
Du siehst auch weiter, dass dies zu einer enormen Anzahl an Immigranten führen wird, aber ein Vorteil besteht:
die adverse Selektion kann weitgehend verhindert werden und Leute werden nicht falsch konditioniert.
Da bleibt ja kaum ein Stein auf dem anderen!! Richtig, aber das war in der Geschichte immer so. Entweder wandelt man
sich, wird erobert oder implodiert.
Gelingen wirklich smarte Kriterien, dann werden sich Leute bereits vor Ort darauf vorbereiten, diese Kriterien
erfüllen zu können und damit werden bereits die Gesellschaften vor Ort transformiert. Das ist wie mit den Bauern
bei uns, je nach Kriterien um Subventionen zu erhalten, können die Butterberge, Traubenberge, Kartoffelberge, etc.
produzieren.