sicher klären werden wir es nie
Hallo Vanitas!
Du schreibst: Der ZEIT-Artikel, aus dem Du die Bilder und Texte extrahiert hast, ist wirklich nicht schlecht, jedenfalls dramaturgisch mit diversen romanhaften Szenebildern aus dem Recherchemilieu der Putin-Nachforscher und der georgischen Umgebung seiner vermeintlichen echten Mutter Vera Putina recht süffig zu lesen.
Das wäre aber eher ein Grund skeptisch zu sein, denn es fehlen sämtliche Bezüge zu seinen möglichen jüdischen Wurzeln, sei es zu den Schelomovs, also Veras Putinas Eltern, oder zu dem lt. Juri Below gut dokumentierten Besuch des 14-jährigen Putin in Israel mit seiner Adoptivmutter, wo er seine echte Mutter kennenlernen sollte. Die aber müsste ja in Metechi/Georgien gewesen sein, eben in persona jener Vera Putina, die komischerweise den Nachnamen seines (Adoptiv-)Vaters Wladimir Spiridonowitsch Putin trägt. Sehr seltsam das alles!
Genau darauf hin wollte ich in einem späteren Beitrag – den Du mir jetzt erspart hast
– hinaus.
Das Medien-Bordell springt zwar auf den Zug auf unterläßt es aber die Bezüge herzustellen, welche in Deinem Artikel zu lesen waren.
Ich kann mir das nur so erklären, wenn an Vera Putinas Geschichte was dran ist, dass hier eine Kinderweitergabe von ihren Eltern im Ural, bei denen der kleine Wladimir untergekommen war, innerhalb verwandtschaftlicher Grade und damit evtl. Namensgleichheit stattgefunden hat, und der ZEIT-Artikel verweist genau darauf:
Ich kann natürlich auch nur raten, was in diesem Fall wirklich Sache ist, aber eines fällt auf. Der kleine Putin der Mama Vera hat sehr ähnliche Augen wie seine Mama.
Vergleiche beide Bilder mal.
![[image]](http://www.zeit.de/feature/putin-mutter/wladimir-putin-mutter-sohn-7/bitblt-210x299-a78ae8ac501368fd504695b595fbe184b03f0d97/wladimir-putin-mutter-sohn-7-zmo-x-small.jpg)
Quelle: http://www.zeit.de/feature/putin-mutter/wladimir-putin-mutter-sohn-7/
![[image]](http://i.cdn.turner.com/ireport/sm/prod/2008/12/09/WE00162695/327428/Anon1228869432-VeraPutinaIsAshamedOfHerSonVladim156849_lg.jpg)
Quelle: http://i.cdn.turner.com/ireport/sm/prod/2008/12/09/WE00162695/327428/Anon1228869432-Ver...
Die Augenpartie paßt recht gut, auch das etwas weitere Auseinanderstehen der Augen.
Der kleine Junge könnte also sehr wohl der Sohn (oder Enkel) der inzwischen hochbetagten Vera Putina sein.
Aber der Junge auf dem Bild ist ganz sicher nicht der heutige russische Präsident.
Daher ist mir die ganze Story suspekt.
In Rußland gibt es den Nachnamen Putin ca. 9.800 mal. In Deutschland gibt es diesen Namen wohl nur einmal und in Israel zweimal.
Bei Bedarf bitte hier entlang: http://forebears.io/surnames/putin
Wer da nach einer flotten Story suchen will, macht sich einfach auf die Reise und hat dabei eine schöne Spende von Soros & Co. im Gepäck. ![[[freude]]](images/smilies/freude.gif)
Allerdings ist die Auswahl in Georgien etwas begrenzt, denn dort scheint es den Namen Putin nur 8 mal zu geben.
Daudow (Pseudonym des Erstrechercheurs) kommt mehrmals nach Metechi zurück. Vera Putina schildert ihm, wie es mit ihrem Sohn weiterging, nachdem er in seiner neuen Familie angekommen war.
Sie sagt, Wowas Pflegeeltern waren ein kinderloses Paar, entfernte Verwandte ihrer Eltern: Wladimir Spiridonowitsch Putin und Maria Iwanowna Putina.
Ich kann nicht ausschließen, daß die junge Vera ihren Wowa einst an Pflegeeltern abgab und diese Leute auch Putin hießen.
Sie sind es, die der russische Politiker später als seine leiblichen Eltern benennt.
Das sagt die Vera aber das sagt nicht der Vladimir.
Also da soll doch gehörig was vernebelt werden mit diesen sich oftmals widersprechenden Angaben zu Putins Herkunft.
Nun ja, die Nebelmaschine kann klar verortet werden, die steht nämlich im Westen und ihren willigen Lakeien, die in den Neunzigern Rußland fast in den Abgrund hätten stürzen lassen.
Genaueres soll auch nie nicht herauskommen, denn wie so schön drastisch im ZEIT-Artikel geschildert, pflastern schon etliche Leichen den steinigen Recherche-Weg.
Wie gesagt, auch Anna Politkowskaja, die übrigens in New York geboren wurde, weil ihre Eltern Diplomaten bei der UNO waren, wird zu den Mordopfern Putins gezählt.
Nichts wäre dümmer gewesen, als das er diesen Auftrag erteilt hätte, denn damit hätte er der Meute den Bissen geliefert. Traust Du ihm so viel Dummheit zu?
Politkowskaja war im Westen sehr bekannt, in Rußland wurde sie kaum gehört und damit war sie auch relativ ungefährlich für ihn.
Das gilt auch für Boris Nemzow, wo selbst Russen sagen, seine große Zeit war längst vorüber.
Will sagen, wenn man diese Toten, die unter seltsamen Auftragsmorden sterben mußten, dem Zaren unterjubelt, dann kommt es auf ein paar mehr oder weniger Gestorbene nun auch nicht mehr an.
Bei Bovorik hatte ich schon geschrieben, daß er den Oligarchen hinter her schlich und manche von denen so etwas überhaupt nicht mögen.
Dabei wäre nach der dubiosen Blutabnahme an Vera Putina in Metechi ein Gentest kein Problem um die Story der Vera zu verifizieren. Daran ist aber offenbar niemand in den oberen Etagen interessiert.
Das klingt zunächst total einleuchtend.
Aber nun machen wir mal die Gegenprobe.
Ich behaupte jetzt mal: Angela Merkel ist Jüdin und dient vor allem jüdischen Interessen.
Und da der Name Kasner in Israel 71 mal vorkommt, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher als bei Putin (nur 2 Treffer). ![[[lach]]](images/smilies/lach.gif)
Da ich nun in Polen eine jüdische Oma aufgestöbert habe, die das bestätigt, möchte ich, daß sich die deutsche Bundeskanzlerin einem Gentest unterzieht, um ihre Abstammung zu be- oder zu widerlegen.
Was meinst Du, würde passieren, wenn ich das in einer überregionalem Postille abdrucken lassen könnte?
Genau – nichts. Wobei, so ganz sicher bin ich dann doch nicht. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Aber ich bleibe dran und entdecke nach einem weiteren viertel Jahr, daß Frau Merkel, geborene Kasner russische Vorfahren (immerhin 97 Treffer für Rußland) hat und eine Ludmilla Kasnerova ganz sicher die Oma von Angela Merkel ist und belegen kann, daß sie während ihres Studiums in Moskau permanent in der Lubjanka ein und aus ging.
Das soll vorerst genügen. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
Das Bild des dreijährigen Putin mit den weit auseinanderstehenden Augen im runden Schusserkopf halte ich auch für ein Fake oder sagen wir besser eine Nebelkerze des Bruders von Vera Putinas Mann, in wessen Absicht auch immer.
Nicht unbedingt, der kleine Junge hat durchaus eine gewisse Ähnlichkeit mit der alten Frau.
Konklusio, nix Genaues weiß man nicht ..
Volle Zustimmung! ![[[applaus]]](images/smilies/applaus.gif)
.. und jeder, der sich da nach echten Primärquellen auf den Weg macht, lebt gefährlich oder nicht mehr lange.
Ja, aber nicht bei solchen Boulevard-Stories, wie die im Rahmen der ewigen Wadenbeisserei gegen den Kreml-Chef.
Ja, wer ist denn nun von ihnen Beiden die richtige Mutter? Am Besten, die beiden Damen machen das untereinander aus ...
Also, ich finde, die wenigen Bilder sprechen eine relativ klare Sprache.
Vorschlag: Lassen wir es gut sein damit, oder?
Na gut. ![[[zwinker]]](images/smilies/zwinker.gif)
mfG
nereus