Ich blick's jetzt etwas besser oder vielleicht auch nicht ...

Vanitas, Donnerstag, 19.11.2015, 00:03 (vor 3730 Tagen) @ nereus8054 Views
bearbeitet von Vanitas, Donnerstag, 19.11.2015, 00:08

Hallo nereus,

dank Deiner akribischen Bildanalyse meine ich nun etwas klarer zu sehen, was Putins erste Lebensjahre betrifft. Der ZEIT-Artikel, aus dem Du die Bilder und Texte extrahiert hast, ist wirklich nicht schlecht, jedenfalls dramaturgisch mit diversen romanhaften Szenebildern aus dem Recherchemilieu der Putin-Nachforscher und der georgischen Umgebung seiner vermeintlichen echten Mutter Vera Putina recht süffig zu lesen.

Das wäre aber eher ein Grund skeptisch zu sein, denn es fehlen sämtliche Bezüge zu seinen möglichen jüdischen Wurzeln, sei es zu den Schelomovs, also Veras Putinas Eltern, oder zu dem lt. Juri Below gut dokumentierten Besuch des 14-jährigen Putin in Israel mit seiner Adoptivmutter, wo er seine echte Mutter kennenlernen sollte. Die aber müsste ja in Metechi/Georgien gewesen sein, eben in persona jener Vera Putina, die komischerweise den Nachnamen seines (Adoptiv-)Vaters Wladimir Spiridonowitsch Putin trägt. Sehr seltsam das alles!

Ich kann mir das nur so erklären, wenn an Vera Putinas Geschichte was dran ist, dass hier eine Kinderweitergabe von ihren Eltern im Ural, bei denen der kleine Wladimir untergekommen war, innerhalb verwandtschaftlicher Grade und damit evtl. Namensgleichheit stattgefunden hat, und der ZEIT-Artikel verweist genau darauf:

Daudow(Pseudonym des Erstrechercheurs)kommt mehrmals nach Metechi zurück. Vera Putina schildert ihm, wie es mit ihrem Sohn weiterging, nachdem er in seiner neuen Familie angekommen war.

Sie sagt, Wowas Pflegeeltern waren ein kinderloses Paar, entfernte Verwandte ihrer Eltern: Wladimir Spiridonowitsch Putin und Maria Iwanowna Putina. Sie sind es, die der russische Politiker später als seine leiblichen Eltern benennt.

Also da soll doch gehörig was vernebelt werden mit diesen sich oftmals widersprechenden Angaben zu Putins Herkunft. Genaueres soll auch nie nicht herauskommen, denn wie so schön drastisch im ZEIT-Artikel geschildert, pflastern schon etliche Leichen den steinigen Recherche-Weg. Dabei wäre nach der dubiosen Blutabnahme an Vera Putina in Metechi ein Gentest kein Problem um die Story der Vera zu verifizieren. Daran ist aber offenbar niemand in den oberen Etagen interessiert ...

Das Bild des dreijährigen Putin mit den weit auseinanderstehenden Augen im runden Schusserkopf halte ich auch für ein Fake oder sagen wir besser eine Nebelkerze des Bruders von Vera Putinas Mann, in wessen Absicht auch immer.

Konklusio, nix Genaues weiß man nicht und jeder, der sich da nach echten Primärquellen auf den Weg macht, lebt gefährlich oder nicht mehr lange. Das wollen wir kleinen Forenkläffer doch wenigstens für uns selber ausschließen.
Oder halten wir es so wie der Oberschulrat in der 'Feuerzangenbowle':

Ja, wer ist denn nun von ihnen Beiden die richtige Mutter? Am Besten, die beiden Damen machen das untereinander aus ...[[zwinker]]

Geht zwar leider nicht mehr, da die eine schon tot ist, aber hätte mal klappen können, wenn nicht ... also gehe zurück auf 'Start' und ziehe 4000 Shekel ein ... [[freude]]

Vorschlag: Lassen wir es gut sein damit, oder?


Gruß Vanitas


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