Tagesschau: Es wird einsam um Merkel - Schäuble legt nach

azur, Donnerstag, 12.11.2015, 22:28 (vor 3733 Tagen) @ Reffke8577 Views
bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.11.2015, 22:35

Hallo Reffke,

danke sehr. Hatte es schon über den Tag gesehen und auch gleich gelesen (auch in die dortigen Diskussionen geschaut), dann war es irgendwie weg, ohne dass man es so recht verstehen konnte, dann wieder da. Das könnte ein bemerkenswerter Startschuss zur Auswechselung Merkels sein, nach dem ihr Schäuble ja schon deutlich in die Quere gehen musste, wie heute mit dem völlig korrekten Lawinen-Vergleich.

Ebensolches kam um 13 Uhr auch in der Tagesschau:

Streit um Flüchtlingspolitik
Es wird einsam um Merkel

Stand: 12.11.2015 13:02 Uhr

Mit seiner Warnung vor einer Eskalation der Flüchtlingskrise geht Finanzminister in unmittelbare Konfrontation zu Kanzlerin Merkel. Mit ihrem "Wir schaffen das"-Credo steht die Regierungschefin immer einsamer da - ein unbekanntes Bild in zehn Jahren Kanzlerschaft.

Merkel in ungeahnten Schwierigkeiten

Schäuble setzte am Mittwochabend nach. Seine Wortwahl wird immer aggressiver, seine Vergleiche verstören. So hat man ihn noch nie reden hören, wie gestern Abend. Wo andere noch von "Flüchtlingsstrom" reden, spricht er jetzt von einer Lawine, die von einem unvorsichtigen Skifahrer womöglich ausgelöst werden kann. Gemeint ist jedoch eine Skifahrerin. Und die sitzt im Kanzleramt und ist mittlerweile dort ziemlich alleine mit ihrem "Wir schaffen das".

"Eine Lawine kann man auslösen, wenn irgendein etwas unvorsichtiger Skifahrer an den Hang geht und ein bisschen Schnee in Bewegung setzt", sagte Schäuble in Berlin auf einer Veranstaltung des "Centrums für Europäische Politik". Und setzte mit leiser Stimme nach: "Ein ganz bisschen Schnee, dann wird’s immer mehr." Ob die Lawine schon im Tal angekommen sei oder im oberen Drittel des Hanges, wisse er nicht, so Schäuble. Was der einflussreiche Mann aber weiß, ist, dass seine Urteile und seine Wortwahl Wirkungen haben. Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel ist im zehnten Jahr ihrer Kanzlerschaft in bislang ganz unbekannten Schwierigkeiten.

http://www.tagesschau.de/inland/schaeuble-fluechtlinge-lawine-103.html

Da kann man wohl langsam den Sekt kaltstellen.

Vor 2 Tagen hatte sich das angekündigt: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/thomas-de-maiziere-angela-merkel-fluecht...

Würde mich nicht wundern, wenn man die Merkel noch schwierige Dinge überlässt, vielleicht sogar unangenehme.

Aber so dicht wie jetzt, war sie noch nie am Ende.

Gut, dass Dein Zeitzeichen wieder da ist (so vielleicht auch wieder Bernadette?).

Viele freundliche Grüße

azur


PS: man hört, dass Altmaier kalt gestellt worden sei. Sicher hat er auch ('erwartungsgemäß') Mutti enttäuscht, so wie er sie hier vertreten hat (das Interview Altmaiers klang nicht eben nach sicherer Verteidigung, sondern er hatte sogar zugeben müssen, etwas nicht mitbekommen zu haben - oder sich dahinter zu verstecken). Aber auf wen will sie auch zurückgreifen? Steffen Seibert eiert zwar prima rum (wobei er sich zunehmend korrigieren musste), und sie hat eine superfitte Büroleiterin, nur das hilft kaum in der zunehmenden Isolation in den eigenen Reihen und bei allen europäischen Partnern, und gegen die Folgen der so offensichtlichen Fehlleistung.

--
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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.


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