Da stimmt einiges nicht an Deinen Zahlen / Aussagen...

Revoluzzer, Mittwoch, 21.10.2015, 11:57 (vor 3754 Tagen) @ Arvid3519 Views

Hi Arvid,

vorweg diese Frage: Woher hast Du denn diese Zahlen?

Zu den Zahlen inhaltlich nur soviel: Da werden die Kosten VIEL zu niedrig angesetzt. Eine einjährige Bildungsmaßnahme für Migranten kostet z.B. allein rund 6.000 Euro pro Jahr und Migrant und das wird aktuell für 10.000e durchgeführt / aufgelegt. Weiter musst Du die Betreuungs-, Gesundheits- usw. Kosten berücksichtigen. D.h., die Kosten sind VIEL höher, aber werden zu einem sehr großen Teil "versteckt". Deine Zahlen sind da für sich zwar wahrscheinlich richtig, aber trotzdem völlig falsch.

Weitere Betrachtungen: Nach 8 Jahren erreichen Migranten 80 Prozent der
Durchschnittsseinnahmen aller Migranten, nach 15 Jahren ist kein
Unterschied mehr feststellbar.

Das mag richtig sein, aber eben das Problem: Nach meinem Kenntnisstand bleiben 50 bis 60% der Einwanderer dauerhaft auf Hartz IV. Und das unter den relativ günstigen Bedingungen der letzten 15 Jahre (d.h. diese Quote wird sich mit Sicherheit erhöhen).

Je nach Zuzugsalter erreichen die Migranten positive Beiträge zur
staatlichen Einnahmenbilanz (Siehe Bonin, DIW Studie zur Migration).
Die Zuwanderer sind im Mittel altersmäßig deutlich innerhalb des
positiven Bereiches.

Sorry, aber diese "Studie" ist ein politisches Machwerk im von mir beschriebenen Sinne: Man hat das vorher so angelegt, dass dieses Ergebnis herauskam, indem man, wenn ich mich richtig erinnere, nur eine Betrachtung der variablen Kosten zu Gesamterträgen gemacht hat. Diese Studie ist ein Witz. Ein Unternehmen, das so ansetzen würde, ginge Pleite, ein seriöser Wirtschaftswissenschaftler würde seinen Ruf verlieren. Aber beim DIW weis' ja jeder aus welcher Ecke das kommt...


Ich möchte damit darstellen, dass der Zuzug von insgesamt >= 13,5
Millionen Menschen nach DE finanziell kein Desaster darstellt, sondern
innerhalb des Systems mit einigen - wenige Personen belastenden -
Einnahmeverbesserungen zu bewältigen ist.

Der zweite Teil ist falsch, der erste richtig. Man kann 13,5 Mio. Einwanderer versorgen und den Staat wird es qua Mehreinnahmen und weiterer Aufblähung sogar freuen. Nur in der Netto-Netto-Betrachtung würde der Mittelstand dafür brutalst gemolken - und bei 13,5 Mio. wahrscheinlich sogar über den Bruchpunkt hinaus.

Revo.


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