Entspannte Postapokalypse

Zarathustra, Montag, 12.10.2015, 21:43 (vor 3759 Tagen) @ Hinterbänkler2803 Views

... und spricht von Staatsversagen. Als ob dies angesichts der
Geschichte der Staaten kein tautologischer Begriff wäre.

Hallo Zarathustra und die anderen...

beschäftigt man sich intensiv mit Spengler und den Schauungen, so kann
man schon zu der Ansicht kommen, wie Taurec sie zu haben scheint.

Da wird dann für die europäischen Staaten als nächste konsequente, das
heißt aus der Logik Spenglers abgeleitete, staatliche Entwicklungsstufe
der Imperator kommen.

Ja, aber irgendwann kommt der eben nicht mehr. Das ist alles eine Frage der Fallhöhe, und bei der aktuellen Fallhöhe kann man den Imperator, der die nukleare Apokalypse managt, glatt vergessen.
Wer auf so einen irrealen Ausgang unseres Dilemmas hofft, hofft vergebens. Das ist kein Ausweg.

Zufällig bieten auch der Rest der validen Schauungen immer noch ein
ähnliches Bild mit dem in Aachen zu krönenden 'Kaiser', der dann als
Spenglers Imperator interpretiert wird oder frech 'herhalten' muss.
Zudem kommt in der 'postapokalyptischen' europäischen Welt den Schauungen
nach eine Phase der Entspannung und der religiösen Wiederbesinnung und
Konzentration im Gegensatz zur aktuellen Pluralität.

Was aus meiner 'Schau' heraus vollkommen irreal ist. Wie soll es in einer postapokalyptischen Zeit entspannt und religiös zu und her gehen? Apokalypse kann nichts anderes bedeuten, als dass die AKW's nicht gekühlt werden.

Wenn man diese Zukunftsbilder vor Augen hat, kann ich mir sehr gut
vorstellen, dass man dann alles versucht, diese beiden Bilder
zusammenzubringen und sie vom angenommenen zukünftigen Ausgang her als
'gut' und 'wünschenswert' zu verstehen.

Ja. Religion halt.

Ich kenne diese Zukunftsbilder auch und meine sehr gut verstehen zu
können, wenn man diese Zukunft als konstruktive wünschenswerte
Alternative zur heutigen Situation sieht.
Selbstverständlich geht dann damit auch eine Neuauflage der staatlichen
Idee einher.

Ja, leider.

Die beiden genannten Zukunftsbilder gehen aber nur in Teilaspekten mit dem
Debitismus konform.
Oder können nur so interpretiert werden, dass wir eben nochmals
mindestens einen weiteren debitistischen Durchgang haben werden und diesen
eben nicht hinter uns lassen werden.

Für mich gehen diese Zukunftsbilder schon seit Jahren gegen den inneren
Strich.
In meinen Augen wäre es ein weiteres 'Umsonst'.

Ja, erstens ein weiteres Umsonst, und zweitens aus meiner Sicht schlicht und einfach nicht möglich.

Möglicherweise müsste ich mich dann wieder der Organisierten Gewalt
'unterordnen' und meine Visionen hätten auf dieser Welt weiterhin nur
bedingt einen Platz.
Diese meine Visionen sind halt nicht als Kopfkino abgelaufen - und
dementsprechend keine Schauungen - sondern Tagträumerei [[zwinker]]

Diese Vision erscheint mir gesünder als die Vision der Wiederauferstehung der Feudalherrschaft.
Wie man so etwas postulierend an die Wand malen kann, ist mir ein Rätsel.

Grüsse, Zara


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.